Heizölpreis steigt zum Wochenende

9. Oktober 2015

Heizoelpreis gestiegen 09-10-2015

Der Syrien-Konflikt sorgt erneut für einen steigenden Ölpreis. Zum Abend wurden die Aktienmärkte durch die amerikanische Notenbank beflügelt, was auch den Ölpreisen zusätzlich Auftrieb gab. Für heute gehen wir daher von einem steigenden Preis für Heizöl aus.

Ölpreisentwicklung

Am gestrigen Tag haben wieder preistreibende Faktoren überwogen. Unteranderem die festeren Aktienmärkte in China, der Syrien Konflikt und der eher preistreibende Monatsbericht der EIA (Amt für Energiestatistik innerhalb des US-amerikanischen Energieministeriums) fingen den fallenden Ölpreis auf.

Zum späten Nachmittag gab es seitens der US-Notenbank Fed Signale, die nicht nur eine baldige Zinsanhebung eher unwahrscheinlich machen, sondern sogar auf eine Ausweitung der expansiven Geldpolitik hindeuten. Die Aussicht auf mehr Liquidität schürt Hoffnungen auf ein steigendes Wirtschaftswachstum und beflügelt damit die Finanz- und Rohstoffmärkte. Dies sorgte schlussendlich für einen nochmals steigenden Ölpreis am Abend.

Der Preis für die europäische Rohölsorte Brent startet mit 53,95 US Dollar je Barrel in den Freitag und ist damit um fast fünf Prozent gestiegen. Auch bei ICE Gasoil ist ein Preisanstieg von 11 Dollar zu vermerken. Aktuell liegt die Notierung bei 490 US Dollar je Tonne.

Luftangriffe Russlands in Syrien haben die Risikoprämie im Ölpreis steigen lassen. Vor allem das Verhältnis zwischen Russland und den USA soll dadurch angespannter geworden sein. Zudem fühle sich die Türkei von der russischen Aktivität im Nachbarland bedroht. In den letzten Tagen sei es vermehrt zur Verletzung des türkischen Luftraums gekommen.

Der Ölpreisanstieg lasse sich mit der Situation des bewaffneten Konflikts im Nahen Osten erklären. So bestehe die Angst, der Konflikt in Syrien könnte sich ausweiten und somit auf andere Länder übergreifen. In dieser Region liegt ein Großteil der Ölförderanlagen der OPEC. Ein Übergreifen könnte sich dann auf die Ölindustrie auswirken. Deswegen sicherten sich einige Händler vor zukünftigen Preisanstiegen ab.

Die lybische Ölindustrie war lange Zeit lahm gelegt, unteranderem bedingt durch Angriffe der islamistischen Milizen und Kämpfen innerhalb Libyens. Aktuell kehre das Land zwar zurück an den Ölmarkt, dies wirke sich jedoch noch nicht auf den Ölpreis aus.

Ein weiterer wichtiger Faktor gestern waren Zweifel an der Entwicklung der Inflation in den USA seitens der amerikanischen Notenbank Fed. Die Lage am US Arbeitsmarkt habe sich etwas abgekühlt. Dementsprechend sei die US Wirtschaft eventuell noch nicht stark genug für eine Zinsanhebung in der kommenden Woche. Es gab sogar Andeutungen, es könne erneut stützende Maßnahmen geben.

Dadurch bedingte kam es gestern Abend zu Kursgewinnen am US Aktienmarkt und in Folge dessen auch zu steigenden Ölpreisen. Der Aktienmarkt ist ein Gradmesser der globalen Wirtschaft. Ein steigender Kurs deutet somit auf eine bessere Wirtschaftslage hin. Dies wiederrum signalisiere eine steigende Ölnachfrage und daraus resultierend höhere Preise für Öl.

Ob der Preisanstieg nachhaltig sein wird, bleibt abzuwarten. Kommende iranische Öllieferungen haben das Potenzial, den Preis wieder massiv drücken zu können.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs startet mit 1,1309 US Dollar gestärkt in den letzten Tag der Woche.

Grund für den stärkeren Euro könnte die Veröffentlichung des jüngsten Sitzungsprotokolls der US-Notenbank Fed sein. Eine Zinsanhebung in der nächsten Woche sei demzufolge unwahrscheinlich.

Heizölpreisentwicklung

Der gestärkte Euro konnte den Preisanstieg nur etwas auffangen. Eine 3000 Liter Standard-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt 57,83 Euro pro 100 Liter. Damit ist Heizöl heute ca. zwei Euro teurer als zu Beginn der Woche.

Mit dem Start der Heizöl-Saison steigt auch die Nachfrage nach Heizöl. Es kann dadurch regional zu längeren Lieferzeiten kommen.

Unser Tipp: Nutzen Sie unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung und lassen Sie sich über die aktuellen Heizölpreise informieren. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstig bestellen. Die Auf- und Abwärtsentwicklungen der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigen, dass sich innerhalb einer Woche ein erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf bieten kann.