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Ölpreis auf Erholungskurs, Heizölpreis stabil

12. März 2019, Felix Schmidt

Kürzungen und Ausfälle haben Heizölpreis im Griff - 12.03.2019

Nachdem die Ölpreise am Freitag kurz einknickten, erholten sie sich zum Wochenstart. Der Heizölpreis tritt heute jedoch auf der Stelle, denn die OPEC hält an ihren übererfüllten Förderkürzungen fest. Derweil kündigt die IEA an, dass die OPEC in den nächsten fünf Jahren Marktanteile verlieren könnte.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • IEA: US-Schieferölrevolution ist in vollem Gange
  • IEA: Raffineriemarkt gerät unter Druck
  • Brent bei 66,68 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 610,75 US-Dollar
  • Euro bei 1,1265 US-Dollar
  • Heizölpreis bei 70,62 Euro / 100L

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

Keine erteilt US-Strafzöllen gegen China eine Absage
Revolution in Venezuela und Sanktionen
Saudi-Arabien will noch mehr kürzen als im Dezember beschlossen
Russland verspricht volle Umsetzung der OPEC+ Kürzungen bis April
China plant erneut Investitionen in die heimische Wirtschaft

IEA: OPEC wird Ölmarktanteile an USA abtreten müssen

OPEC+Kürzungen bisher nicht vollständig umgesetzt
EZB und OECD: Weltwirtschaft wächst langsamer
Lybiens größtes Ölfeld ist wieder in Betrieb
Kanada und Brasilien heben die Produktionsmengen an
OPEC-Prognose: Öl-Förderung von Nicht-OPEC-Förderern steigt
USA fördern auf Rekordniveau und nähern sich Energieunabhängigkeit

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 66,68 US-Dollar. Der Vergleichswert von Montag betrug noch 66,04 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 66,60 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 610,75 US-Dollar. Der Vergleichswert am Montag lag bei 619,75 US-Dollar, der Schlusspreis bei 617,75 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 12.03.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.
 

Die Preisentwicklung im Überblick

Klare Impulse für den Ölmarkt blieben auch am Dienstag aus. Am Freitag drückte die sinkende Wachstumsprognose den Ölpreis, doch er erholte sich im Laufe des Montages wieder und startete auf dem Niveau, das er seit etwa drei Wochen kaum verlässt, in die neue Woche. Nachdem die OPEC gestern ankündigte, auch im April die Förderkürzungen unterhalb der vereinbarten Mengen zu halten, zeigte der Ölpreis eine leichte Aufwärtstendenz. Diese wurde gestützt, da die Händler den Zeitraum nutzten, um zu kaufen, bevor die neuerliche Aufwärtstendenz die Preise steigen lässt.

Zurzeit haben die Kürzungen der OPEC sowie die Ausfälle in Venezuela und dem Iran den Ölpreis fest im Griff. Doch dies muss nicht so bleiben. Gestern veröffentlichte die Internationale Energieagentur (IEA) ihren Fünf-Jahresausblick, in dem sie prognostiziert, dass die OPEC ihre Relevanz am Markt teilweise an die US-Ölindustrie abtreten könnte. Angesichts des starken Wachstums der US-amerikanischen Ölindustrie und des  Ziels, energieunabhängig zu werden,  ist das keine überraschende Prognose. Darum blieb der Ölpreis von der Veröffentlichung des IEA-Ausblickes ziemlich unbeeindruckt. Ob dieser Machtwechsel am Ölmarkt stattfinden und welchen Einfluss er letztlich auf den Ölpreis haben wird, bleibt abzuwarten.

Heizölkäufern sollte heute der Gasoil-Kurs ins Auge fallen. Er gilt als Indikator für den inländischen Heizölpreis, weshalb es sich lohnt, auch diese Kursentwicklung im Blick zu halten. Trotz der Tatsache, dass die Ölpreise anzogen, fiel der Gasoil-Preis spürbar. In der Regel ist dies eine widersprüchliche Entwicklung. Doch heute können die Händler zum letzten Mal im März Terminverträge für Gasoil abschließen, weshalb im Handel nun die Verträge des nächsten Monats in den Fokus rücken. Dieses Phänomen ist demnach nicht repräsentativ für die tatsächliche, physische Entwicklung der Gasoil-Nachfrage, sondern eher ein Ausdruck von Gewinnmitnahmen.

Auch Heizölkäufer können dieses Wissen für sich nutzen. Werfen Sie in dieser Zeit einen kritischen Blick auf den Gasoil-Preis. Fällt er, so wie in diesem Monat, könnte sich eine günstige Gelegenheit zum Auslösen des Heizölkaufs ergeben. Da der inländische Heizölpreis auch vom Eurokurs beeinflusst wird, ist allerdings nie sicher, ob der Heizölpreis tatsächlich dem Gasoil-Preis folgt. Deshalb lohnt oft auch ein Blick auf die politische und wirtschaftliche Agenda der Ölnationen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich bereits jetzt um das Auffüllen leerer Heizöltanks bemühen, denn aktuell verändert sich der Heizölpreis kaum, sodass Sie die stabilen Preise ausnutzen können, bevor andere Faktoren sie wieder steigen lassen.
 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1265 US-Dollar, am Montagmorgen waren es 1,1240 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Freitag wurde bei 1,1261 US-Dollar festgesetzt.

Die europäischen Aktienmärkte verzeichnen leichte Gewinne und die Stimmung an den Finanzmärkten ist wieder etwas positiver, als zum Wochenstart. Das stützt den Eurokurs, nachdem er am Montagmorgen Verluste notierte, gibt ihm jedoch keinen wirklichen Aufschwung. Stattdessen behält er seine abwartende Haltung bei, denn die Verhandlungen zwischen China und den USA verlaufen laut aller Beteiligten positiv, doch klare Ergebnisse lassen weiterhin auf ich warten.

Heute Abend wird das britische Unterhaus abermals über den Austrittsvertrag mit der EU abstimmen. Das Ergebnis könnte dem festgefahrenen Eurokurs wieder neuen Schwung verleihen. Die EU signalisierte inzwischen, einen Austritt der Briten ohne Vereinbarungen vermeiden zu wollen. Ob das die Mitglieder des Unterhauses dazu treibt, den neuen Vereinbarungen von Premierministerin May zuzustimmen, ist noch offen. May selbst ist positiv eingestellt.
 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik

  • IEA: US-Schieferölrevolution ist in vollem Gange
  • IEA: Raffineriemarkt gerät unter Druck

 

IEA: US-Schieferölrevolution ist in vollem Gange

In ihrem Fünf-Jahresausblick prognostiziert die IEA ein starkes Wachstum der US-Schieferölindustrie. Die Produktionssteigerung werde das gesamte Ölförderwachstum maßgeblich beeinflussen. Konkret heißt das: Die IEA erwartet bis 2024 ein Ölförderwachstum von etwa 70 % allein durch die US-Ölförderung. Angesichts der drastischen Förderkürzungen der OPEC ergibt sich hier ein wenig überraschender Ausblick: Die OPEC verliert Marktanteile an die USA und somit geht der Plan auf, den US-Präsident Trump mit der Schieferölrevolution verfolgt: Die Führung am Ölmarkt übernehmen, um die USA unabhängig vom Preiseinfluss der OPEC werden zu lassen

Bereits im letzten Jahr stieg die US-Ölförderung drastisch und auch in diesem Jahr ist mit weiteren starken Steigerungen zu rechnen. Ab 2020 soll diese Tendenz bis zum Jahr 2024 beibehalten und die Produktion langsam, aber dafür nachhaltig angehoben werden. Dieser Plan setzt die OPEC langfristig unter Druck und soll dafür sorgen, dass die USA ihren Einfluss auf den Ölmarkt dauerhaft halten können.
 

IEA: Raffineriemarkt gerät unter Druck

Die IEA rechnet in den kommenden fünf Jahren mit einer deutlich gesteigerten Raffineriekapazität, die deutlich über dem zu erwartenden Ölnachfragewachstum liegt. Besonders China plant die Errichtung neuer Anlagen. Steigert China die Raffinierung von Rohöl, könnte es sich zum größten Rohöl-Verarbeiter mausern und den USA diesen Rang streitig machen.

Der Markt wird auf diese Steigerung der Verarbeitung von Rohöl wahrscheinlich mit fallenden Preisen für raffinierte Ölprodukte reagieren. Denn durch zu viele Raffinerien kann ein Überangebot entstehen, das den Preis drückt. Für Heizölkäufer könnte die Mischung aus Überangebot und zusätzlicher Konkurrenz aus China vielversprechend sein. Einem eventuellen Preisverfall könnten die Länder dann nur durch die Schließung anderer Raffineriestandorte entgegenwirken. Hier schweigt sich die IEA jedoch aus, wer dazu angehalten wird, Raffinerien zu schließen oder wann dies geschehen sollte.
 

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 70,62 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag lag der Heizölpreis bei 70,63 Cent pro Liter Heizöl.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

Felix Schmidt – Autor

Der Ölmarkt und der Euro-Dollar-Kurs bestimmen Ihren Heizölpreis. Die Märkte bieten täglich Überraschungen. Wir liefern Ihnen die Hintergrundinformationen.

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