Heizölpreis zieht wieder an

Heizoelpreis-gestiegen-12-02-2016

Erneut verdichten sich Spekulationen um eine koordinierte Produktionskürzung. Sowohl aus der OPEC als auch aus Russland lässt man Verhandlungsbereitschaft verlauten. Dies ließ den Ölpreis wieder steigen, sodass sich heute höhere Preise für Heizöl ergeben.

Ölpreisentwicklung

Deutete gestern Morgen noch vieles auf einer längerfristig anhaltende Überversorgung am Ölmarkt hin und dass der Ölpreis damit weiterhin niedrig bleibt, so drehte sich das Blatt im Tagesverlauf wieder.

Schon in den letzten Wochen kamen immer wieder Gerüchte über ein Sondermeeting der OPEC mit Russland und anderen großen Produzenten auf. Gestern verdichteten sich die Spekulationen erneut. So ließ der Ölminister der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verlauten, dass alle OPEC Mitglieder zu Kürzungen bereit wären. Infolgedessen stieg der Preis für Öl wieder, nachdem er im Wochenverlauf herbe Verluste zu verzeichnen hatte.

Für den Freitagmorgen ergeben sich folgende Preise:

Das europäische Nordseeöl Brent wird aktuell bei 31,42 US Dollar je Barrel gehandelt. Die Notierung für ICE Gasoil, welche den Heizölpreis für das Inland maßgeblich beeinflusst, liegt am heutigen Morgen bei 299 US Dollar je Tonne und verzeichnet damit einen Gewinn von in etwa 23 Dollar im Vergleich zum Vortag.

Aufgrund der aktuellen Situation, so heißt es aus den VAE, bleibe den Ölproduzenten nichts anderes übrig, als das Ausweiten der Fördermengen zu stoppen.

Schon gestern berichteten wir, dass Russland eine Kürzung von 1 Mio. Barrel pro Tag für alle vorgeschlagen hatte. Nun kündigt man dort ein Treffen mit dem Saudi-Arabischen König an. Bestätigt ist dies seitens Saudi-Arabiens zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht, jedoch zeigt es, dass die Bemühungen um eine koordinierte Produktionskürzung groß sind. Eine Einigung hält Russland im Laufe des Märzes für möglich.

Dies war gestern ein klares Kaufsignal an den Ölbörsen. Denn sollten sich die ölproduzierenden Staaten tatsächlich auf eine Kürzung einigen, würde dies dem bestehenden Überangebot an Öl entgegenwirken. Dies würde den Ölpreis entsprechend stützen.

Analysten bleiben trotzdem weiter skeptisch. Denn auch in den letzten Wochen hieß es, dass eine Einigung möglich wäre, wenn alle zu Kürzungen bereit seien. Bis zum heutigen Tag waren dies vor allem Saudi-Arabien und der Iran nicht. Es bleibt nun abzuwarten, ob der Iran, Saudi-Arabien und die restlichen Ölnationen sich einigen können.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs startet etwas schwächer in den Tag als noch gestern Morgen. Zurzeit wird der Kurs bei 1,1272 US Dollar notiert.

Die starken Schwankungen beim Euro-Dollar Wechselkurs sind vor allem durch die aktuelle Dollarschwäche begründet.
Die Erwartungen weiterer Zinserhöhungen durch die US Notenbank Fed sinken durch die aktuellen Börsenturbulenzen und den Sorgen um die Weltwirtschaft deutlich. Dies belastet den US-Dollar und stärkt den Euro. Die gestrigen Verluste beim Euro relativieren sich daher beim Blick auf die kräftigen Kursgewinne in den letzten Wochen.

Heizölpreisentwicklung

Der Anstieg der Ölpreise und der etwas schwächere Euro sorgen heute für steigende Heizölpreise im Inland. Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt 38,89 Euro je 100 Liter Heizöl.

Angesichts der hohen Heizöl-Nachfrage ist weiter mit zunehmend längeren Lieferzeiten zu rechnen. Sehr kurzfristige Lieferzeiten sowie Notlieferungen für Kaltsteher sind regional schon jetzt nur über eine telefonische Absprache und individuelle Prüfung möglich.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

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