Heizölpreis zum Wochenstart unverändert

19. Oktober 2015

Heizoelpreis gleich 19102015

Der Heizölpreis startet weitgehend unverändert in die Woche. Am Ölmarkt rücken neben den amerikanischen Ölbeständen die Atomverhandlungen mit dem Iran und die Gespräche zwischen Russland und der OPEC in den Fokus.

Ölpreisentwicklung

Die Ölpreise starten in etwa auf dem Niveau vom Freitag in die neue Woche. Der europäische Ölpreis-Index Brent liegt aktuell bei 50,19 US-Dollar pro Barrel und die für den inländischen Heizölpreis entscheidende Notierung von ICE Gasoil bei 459 US-Dollar pro Tonne.

Im weiteren Wochenverlauf rechnen wir mit einer ähnlich volatilen Ölpreisentwicklung wie in den vergangenen Wochen. Grundsätzlich bleibt aber der Spielraum in beide Richtungen begrenzt. Nach oben begrenzt das Überangebot, nach unten vor allem der Rückgang der aktiven Bohranlagen und damit verbunden der Ölförderung in den USA.

In der letzten Woche ist die Anzahl der aktiven US Ölbohranlagen erneut gesunken. Das spricht für einen weiteren Rückgang der Ölförderung in den USA. Da die Ölbestände in den USA aber momentan noch steigen, sollte das kurzfristig noch nicht zu einem nachhaltigen Preisanstieg führen.

Daneben haben in dieser Woche noch zwei weitere Ereignisse das Potenzial, die Ölpreisentwicklung signifikant zu beeinflussen. In Wien beginnen heute Gespräche zum iranischen Atomabkommen. Mit handfesten Ergebnissen ist zwar noch nicht zu rechnen, dennoch könnten Neuigkeiten zum Verlauf der Verhandlungen durchsickern.

Am Mittwoch steht dann das angekündigte Treffen zwischen Russland und der OPEC an. Alles was auf die Vereinbarung von Produktionskürzungen hindeutet, würde die Ölpreise stützen. Es gilt am Ölmarkt zwar nicht als wahrscheinlich, dass es zu einer Einigung in dieser Richtung kommt, dennoch agieren Händler vorsichtiger und spekulieren weniger auf fallende Ölpreise.

Für die Ölpreisentwicklung einflussreiche Termin der Woche im Überblick*:

Montag, 19.10.2015    

  • Konjunkturdaten China
  • Start Gespräche zur Umsetzung des Atom-Abkommens mit dem Iran

Dienstag, 20.10.2015

  • US-Ölbestandsdaten des Amercian Petroleum Institute (API)

Mittwoch, 21.10.2015

  • US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE)
  • Treffen Russland - OPEC

Donnerstag, 22.10.2015

  • EZB Zinssatzentscheidung und Pressekonferenz

Freitag, 16.10.2015

  • Baker Hughes Wochenreport (Anzahl aktive US-Bohranlagen)

*Termine ohne Gewähr

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs startet ebenfalls weitgehend unverändert mit 1,1372 US Dollar in die Woche.

In der laufenden Woche wird sich der Blick am Devisenmarkt auf die EZB Zinsentscheidung am Donnerstag richten. Auf der anschließenden Pressekonferenz wird diese ihre geldpolitischen Entscheidungen veröffentlichen und begründen.

EZB Präsident Mario Draghi hatte zuletzt Bereitschaft signalisiert, das Programm der Anleihenkäufe auszuweiten. Das würde den Eurokurs vermutlich belasten. Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, verteuert ein schwächerer Eurokurs die Ölimporte.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3000 Liter Standard-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt etwas über 55 Cent  pro Liter. Der Heizölpreis ist damit nur etwa drei Cent von den historischen Tiefstständen dieses Jahres entfernt. Verglichen mit dem Vorjahr spart man beim Heizölkauf dagegen fast 20 Cent pro Liter.

Angesichts erster Schneefällen in jedem Fall ein günstiger Kaufzeitpunkt, vor allem wenn der Heizöltank fast leer ist. Durch die stark zunehmende Nachfrage nach Heizöl kann es bereits jetzt regional zu längeren Lieferzeiten kommen.

Unser Tipp: Nutzen Sie unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung und lassen Sie sich über die aktuellen Heizölpreise informieren. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstig bestellen. Die Auf- und Abwärtsentwicklungen der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigen, dass sich innerhalb einer Woche ein erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf bieten kann.