Heizölpreisanstieg vorerst ausgebremst

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Bis auf weiteres scheint die Preisrallye der letzten Wochen beendet zu sein. Das angekündigte Sondermeeting der OPEC mit unteranderem Russland für Ende dieses Monats hatte zu einem rasant steigenden Ölpreis geführt. Da die Aussichten darauf nun allerdings stark nachlassen, könnten die Ölpreise wieder Abwärtspotenziale entwickeln. Für heute ergeben sich zunächst geringe Nachlässe beim Heizölpreis.

Ölpreisentwicklung

Bereits gestern Morgen war die Lage am Ölmarkt eher preisdrückend einzuschätzen. Die Hoffnung auf eine Produktionsbeschränkung der OPEC mit einigen Nicht-OPEC-Mitgliedern hatte einige Marktteilnehmer auf höhere Ölpreise setzen lassen. Doch die Teilnehmer scheinen sich untereinander nicht einig zu sein, sodass die Wahrscheinlichkeit zu einem Sonder-Treffen zunehmend abnimmt.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird aktuell bei 39,13 US Dollar je Barrel gehandelt. Die Notierung für ICE Gasoil, welche für den inländischen Heizölpreis von entscheidender Bedeutung ist, liegt am heutigen Morgen bei 354,25 US Dollar je Tonne.

Entscheidend für die Ölpreisentwicklung der letzten Wochen waren vor allem die Spekulationen um eine koordinierte Produktionsbeschränkung der großen Ölproduzenten. Zunächst schien es auch zu funktionieren. Es wurde geplant, die Fördermengen aller auf das Niveau vom Januar zu drosseln. Jedoch meldete sich dann der Iran zu Wort.

Denn dort wurden im Januar erst Sanktionen gegen das Land aufgehoben. Diese hatten den Ölexport massiv erschwert. Da die Ölförderung zum damaligen Zeitpunkt auf einem geringen Level war, hätte der Iran freiwillig auf Marktanteile verzichten müssen. Allerdings machte man aus Teheran deutlich, dass dort nicht an Kürzungen gedacht werden würde, bevor das Förderniveau von vor den Sanktionen wieder erreicht ist.

Nun scheint auch Russland Verständnis für den Iran entgegenzubringen. Damit nimmt die Wahrscheinlichkeit für eine Produktionsbeschränkung deutlich ab. Und ohne die Aussicht auf eine Reduzierung des bestehenden Überangebots, werden die Ölpreise wohlmöglich wieder Abwärtsspielräume nach unten austesten.

Für heute könnten die US-Ölbestände damit wieder von entscheidender Bedeutung für die Ölpreisentwicklung werden. In der letzten Zeit wurde den Daten des DOE (Departement of Energy - Energieministerium der Vereinigten Staaten) eher weniger Beachtung beigemessen. Da die Produktionskürzung nun weitestgehend vom Tisch zu sein scheint, könnten die Bestandsveränderungen wieder einen Einfluss nehmen.

Das American Petroleum Institute (API - größter Interessenverband der US-Öl- und Gasindustrie)  prognostizierte für diese Woche Aufbauten beim Rohöl, aber auch abnehmende Benzin- und Destillatbestände. Es bleibt nun abzuwarten, was die offiziellen Daten des DOE heute Abend auszusagen haben. Zum derzeitigen Augenblick scheinen die Daten des API die Ölpreise zu stützen.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs geht heute stabilisierter in den Tag und wird aktuell bei 1,1094 US-Dollar notiert.

Heute wartet man gespannt auf die Zins-Entscheidung der amerikanischen Notenbank Fed. Viele Analysten gehen aktuell nicht von einem Zinsschritt der Fed aus. Allerdings hoffen einige auf neue Hinweise, wann mit einer Fortsetzung der Zinswende zu rechnen ist.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt 45,72 Euro pro 100 Liter. Damit kostet Heizöl heute mehr als 15 Cent/L weniger, als noch vor einem Jahr. Für die aktuelle Woche rechnen wir weiterhin mit weichen Heizölpreisen.

Da die Heizöl-Nachfrage in den letzten Tagen stark nachgelassen hat, ist nur noch in wenigen Regionen mit längeren Lieferzeiten zu rechnen.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

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