Ölpreise sinken nach enttäuschenden US Konjunkturdaten

1. Oktober 2014

Nachdem gestern veröffentlichte US-Konjunkturdaten durchweg enttäuschten, gaben die Öl-Notierungen deutlich nach. Obwohl auch der Eurokurs leicht gesunken ist, werden die Heizölpreise heute wieder sinken.

Die Öl-Notierungen an den großen Warenterminbörsen brachen gestern stark ein. Der Preis für Gasöl sank an der ICE auf den niedrigsten Stand seit Januar 2011. Auslöser waren enttäuschende Daten zur amerikanischen Konjunktur. Die Immobilienpreise in den USA stiegen weniger als erwartet und gleichzeitig sanken das Verbrauchervertrauen sowie der Einkaufsmanagerindex.

Nach den enttäuschenden Konjunkturdaten aus Europa und China hatte man am Markt die Hoffnung, dass zumindest in den USA bei der konjunkturellen Entwicklung und damit auch bei der Ölnachfrage mit einem robusten Wachstum gerechnet werden kann. Beides erscheint nun fraglich. Bei der aktuell überversorgten Marktlage führt die Aussicht auf ein niedrigeres Wachstum der Nachfrage unmittelbar zu sinkenden Ölpreisen.

Der Eurokurs steht nach der erneut gesunkenen Inflationsrate in der Eurozone weiterhin unter Druck. Im gestrigen Handelsverlauf ist der Wechselkurs zum US-Dollar erstmals seit zwei Jahren unter die Marke von 1,26 Dollar gefallen. Im frühen Handel konnte die Gemeinschaftswährung  aber wieder auf 1,2620 US-Dollar ansteigen. Abzuwarten bleibt hier das Ergebnis der morgigen Zinssitzung der EZB.

 Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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