Gesunkene Heizölpreise zum Wochenbeginn

2. Juni 2014

Die Notierungen für Öl und Gasöl an den Börsen haben seit Freitag deutlich nachgegeben und bringen zum Wochenstart eine leichte Abwärtsbewegung in den Heizölmarkt. Der Euro zeigt hingegen wenig Bewegung und setzt sich auf dem Niveau der vergangenen Woche fest.

Für den Eurokurs liegt der Fokus diese Woche auf der EZB-Zinsentscheidung am kommenden Donnerstag. Aufgrund der schwachen Inflation und des dünnen Wachstums wird mit großen geldpolitischen Maßnahmen gerechnet. Anleger bleiben daher zunächst in der Defensive. Der Euro-Dollar-Kurs wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit bis zu der EZB-Sitzung nur wenig bewegen. Sollte es zu einer Zinssenkung und weiteren geldpolitischen Maßnahmen kommen, könnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar auf 1,33 US-Dollar sinken. Aktuell wurde der Kurs auf 1,36 US Dollar festgesetzt.

Am vergangenen Freitag führten die Gasverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland nicht zum erhofften Durchbruch. Die EU setzt hohe Erwartungen in die Verhandlungen. Die russischen Gaslieferungen für Europa kommen zu einem großen Teil über Pipelines durch die Ukraine. Zuletzt war die Einschätzung der EU über den Erfolg der Gespräche optimistisch. Es kam jedoch bisher zu keiner Einigung, Details wurden nicht bekannt gegeben. Russland hatte bisher gedroht, schon morgen die Gaslieferungen einzustellen, sollte bis heute nicht ein signifikanter Teil der offenen Rechnungen beglichen sein.

Aus Libyen sind weiterhin kaum positive Veränderungen zu melden. Durch das wiederholte An- und Ausschalten der Pumpen des größten Ölfeldes des Landes, sind diese beschädigt worden. Eine Wiederinbetriebnahme werde sich durch Reparaturen um Monate verzögern. Zurzeit werden das Ölfeld und die Pipeline noch durch Demonstranten blockiert.

In den USA wurden aktuelle Konjunkturdaten veröffentlicht, die enttäuschend ausfielen. Marktteilnehmer betonen immer wieder die Erwartung einer stark steigenden Nachfrage im Sommer. Die jüngsten Konjunktur-Indikatoren zeigen jedoch, dass die Nachfrage-Steigerung geringer ausfallen könnte als angenommen. Analysten gehen zudem weiterhin von einem deutlichen Wachstum der Angebotsseite aus, die das Nachfragewachstum übersteigen sollte. Nach deren Einschätzung soll der Preis für das europäische Rohöl Brent bis 2016 um durchschnittlich 5 US-Dollar pro Barrel sinken.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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