Ölpreis fällt wieder, Anstieg der irakischen Produktion erwartet

Nachdem der Ölpreis gestern das 5-Jahrestief durch einen Preisanstieg wieder verlassen hat, wir d die Ölbörse heute wie erwartet weicher. Der Ölpreis bewegt sich also wieder abwärts. Der hauptsächliche Grund dafür ist nach wie vor ein Angebotsüberschuss. Da der Eurokurs allerdings ebenfalls weiter sank, wird der Heizölpreis wohl geringer fallen.

Zum Wochenbeginn sank der Ölpreis auf ein Rekordtief innerhalb der letzten fünf Jahre.  Eine Gegenreaktion am Ölmarkt führte gestern jedoch wieder zu einem Preisanstieg. Allerdings kam es zu einer neuen Einigung zwischen dem Irak und Kurdistan, was eine Steigerung der irakischen Rohölproduktion zur Folge haben wird. Dadurch könnte das Ölüberangebot  ein noch höheres Niveau erreichen, weshalb die Preise heute sinken.

Analysten erwarten, dass die Überversorgung  auch durch diesen Deal in der ersten Jahreshälfte 2015 bestehen bleiben wird. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass die OPEC-Quoten nicht den Irak beschränken. Nach den Kriegen mit den USA erhielt das Land die Berechtigung, seine Ölindustrie wieder aufzubauen.  

Hinzu kommt, dass Saudi-Arabien mitgeteilt hat, seine Produktion ebenfalls nicht zu reduzieren. Erst wenn die Überwachung und Durchsetzung der OPEC-Quoten sichergestellt werden können, würde Saudi-Arabien die Quotenreduzierung nicht weiter blockieren. Eine solche Einigung ist jedoch frühestens im Februar zu erwarten.

Dann werden  Saudi-Arabien, Mexico, Russland und Venezuela zusammenkommen und die aktuelle Situation besprechen. Experten gehen daher von keiner kurzfristigen Lösung aus, wodurch sich der Marktpreis auf einem niedrigen Niveau einpendeln sollte.

Deutlichere Verluste beim Ölpreis könnte lediglich die erhöhte Auslastung der Raffinerien im Dezember bis Mitte Januar verhindern. Dadurch reagieren sie auf die erhöhte Winternachfrage von Destillaten und verringern aus steuerlichen Gründen die Vorräte zum Bilanzstichtag. Durch diese Maßnahme ist zumindest im Dezember von einer nicht so starken Überversorgung auszugehen.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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