Heizölpreis fällt durch Aussicht auf libysche Öllieferungen

3. Juli 2014

Die Preise für Heizöl geben weiter nach. Die Öl-Notierungen fielen am Ende des Handelstages deutlich, nachdem sie sich im Laufe des Tages eher volatil zeigten. Der Eurokurs ist leicht gefallen und wird bei 1,3649 US-Dollar festgesetzt.

Gestern wurden gleich mehrere wichtige Konjunkturdaten veröffentlicht, unteranderem die BIP Wachstumszahlen aus der Eurozone. Die Daten fielen allesamt wie erwartet aus und nahmen keinen nachhaltigen Einfluss auf die Öl-Preisentwicklung. Anleger warten unterdessen auf neue geldpolitische Entscheidungen der EZB. Der Eurokurs sank im Laufe des Tages geringfügig.

Das Department of Energy (DOE) gab die aktuellen Daten zu den US-Ölbeständen bekannt. Wie bereits angekündigt ist die Raffinerieauslastung wieder gestiegen, die Rohöl- und Benzinbestände haben hingehen abgenommen. In den vergangen Wochen kam es mehrmals zu unerwarteten Wartungs- und Reparaturarbeiten, was die Auslastung kurzfristig sinken ließ. Marktteilnehmer bewerteten die Bestandsdaten als stützend für das Öl-Preisniveau.

Aus Libyen werden positive Entwicklungen gemeldet. Zwischen der libyschen Regierung und den Rebellen kam es zu einer Einigung bezüglich der Freigabe der wichtigsten Ölexporthäfen. Beide Parteien hätten ein Abkommen unterschrieben und sich geeinigt. Der Anführer der Rebellen verkündete, dass die Regierung die Forderungen beglichen hätte und man im Gegenzug die Blockade der Häfen aufhebe.

Die libyschen Ölexporte könnten das Ölangebot am Weltmarkt unerwartet erhöhen. Der Ölmarkt gilt aktuell schon als gut versorgt, sodass diese zusätzlichen Mengen einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Ölpreise haben könnten. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich die Lage im Irak oder in der Ukraine nicht weiter verschlechtert.

Die Verhandlungen zum Atomprogramm im Iran wurden wieder aufgenommen. Irans Außenminister bestätigte, dass man bis zum 20.Juli eine Einigung erreichen wolle, jedoch gebe es in einigen Bereichen große Uneinigkeiten. Analysten gehen davon aus, dass es bis zum besagten Termin zu keiner Einigung kommen und man Bedingungen für eine Verlängerung der Frist aushandeln werde.

Marktteilnehmer rechnen heute mit einem großen Handelsaufkommen an den Ölbörsen auf Grund der Meldungen aus Libyen und dem Atomabkommen aus dem Iran. Zudem werden weitere Konjunkturdaten erwartet.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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