Euro verliert nach EZB Pressekonferenz, Heizölpreise steigen

Eine Mischung aus Verlusten beim Euro und gestiegenen Ölpreisen sorgt für einen recht deutlichen Aufschlag bei den Heizölpreisen. Die Ölpreise werden durch die wieder abnehmende Wahrscheinlichkeit einer Einigung in Libyen in die Höhe getrieben. Der Euro wird durch die Andeutung der EZB belastet, die Geldpolitik in Zukunft zu lockern, falls die Inflationsrate weiter sinkt.

Bis zur Wochenmitte sind die Ölpreise vor allem durch die Aussicht auf eine Rückkehr der libyschen Öllieferungen gesunken. Nun wächst bei vielen Händlern und Analysten aber wieder die Befürchtung, dass eine Einigung zwischen Rebellen und Regierung im letzten Moment scheitert. Unter den Rebellen sind Streitigkeiten ausgebrochen, die mit dem Rücktritt mehrerer Mitglieder der Verhandlungsdelegation und aus der Regionalregierung endeten. Händler, die auf weiter fallende Preise spekuliert haben, müssen nun nachkaufen und beschleunigen damit den Preisauftrieb.

Auch der Konflikt mit Russland rückt wieder stärker in den Fokus der Marktteilnehmer. Die Nato will die Truppenkontingente in den osteuropäischen Ländern aufstocken, was zu neuen Spannungen mit Russland führt oder zumindest die bestehenden nicht abbaut. Russland bzw. Gazprom erhöht dagegen weiter die Gaspreise für die Ukraine und treibt das Land damit in die Nähe eines Staatsbankrotts. Sollte die Ukraine die offenen Forderungen des Konzerns nicht begleichen können, droht ein Stopp der Gaslieferungen. Dies hätte auch Auswirkungen auf die Versorgung anderer europäischer Staaten, wie die letzte „Gas-Krise“ im Jahr 2009 zeigte. Preissteigernde Effekte auf andere Energieträger wie Rohöl wären ebenso wahrscheinlich.

Auf der gestrigen Pressekonferenz sorgte EZB Präsident Draghi mit der Andeutung auch Anleihenkäufe in Erwägung zu ziehen für eine Schwächung des Euro. Der niedrigere Eurokurs in Verbindung mit gestiegenen Ölpreisen sorgt für einen Preisschub bei den inländischen Heizölpreisen.

Hier finden Sie heizoel.total.de auf Google+

Wie empfanden Sie den Umfang dieses Artikels?