Euro gewinnt, Ölpreise sinken

4. August 2014

Nach den positiven US-Konjunkturdaten, die Ende der letzten Woche veröffentlicht wurden, gab der Eurokurs deutlich nach. Das sorgte für einen spürbaren Anstieg der Heizölpreise. Freitagabend drehte sich die Konstellation, als enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht wurden, was dem Euro wieder Auftrieb gab. Die Öl-Notierungen an den Börsen gaben deutlich nach und fielen auf ein 4-Monatstief.

Das auch durch den geschwächten Eurokurs begründete höhere Ölpreisniveau zum Wochenende konnte sich nicht durchsetzten. Kurz vor dem Wochenende wurden die US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht, die dem Dollar wieder etwas den Wind aus den Segeln nahmen. Demnach ist die Zahl der Arbeitslosen stärker gestiegen und die Zahl der Neueinstellungen niedriger als erwartet.

Von der fundamentalen Seite betrachtet wird der Ölmarkt momentan von dem globalen Überangebot und der mäßigen Nachfrage bestimmt, was die Ölpreise aktuell wieder sinken lässt. Theoretisch bieten die Krisengebiete Irak, Libyen und Ukraine aber weiterhin Potenzial für Preisanstiege.

Für eine Verschlechterung der Versorgungslage spricht im Moment nicht viel. Produktionsausfälle aus den Gebieten Libyen und Irak sind trotz der bestehenden Krisen bisher nicht abzusehen. Außerdem würden kurzzeitige Produktionsausfälle kaum für Versorgungsengpässe sorgen, da Produzenten aus Westafrika und der Nordsee noch immer Abnehmer für Öllieferungen im August suchen.

Die Heizölpreise geben heute wegen der gesunkenen Ölpreise und dem festeren Euro wieder etwas nach.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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