Fallende Ölpreise und fester Dollar gleichen sich aus

Die Heizölpreise sinken zum Wochenstart nur geringfügig. Zwar haben die Ölpreise vor dem Wochenende stark nachgegeben, aber auch der Euro musste Verluste gegenüber dem Dollar hinnehmen.

Am letzten Freitag haben die Ölpreise erneut nachgegeben. Zum einen belasten Preisnachlässe von einzelnen OPEC Mitgliedern das Ölpreis-Niveau und weiterhin sorgt auch der feste Dollar für Zurückhaltung bei Investoren außerhalb Amerikas.

Für den September haben Umfragen ergeben, dass die Mitglieder der OPEC weit mehr als den selbst prognostizierten Bedarf von 29,5 Mio. Barrel pro Tag produziert haben. Momentan deutet vieles darauf hin, dass sich die Mitglieder des Kartells nicht mehr ganz einig sind.

Da einige Mitglieder wie der Irak die Produktion immer weiter steigert, müssten andere Staaten Ihre Förderung zurück schrauben. Das scheint aber nicht der Fall zu sein, im Gegenteil, Länder wie Saudi-Arabien und Kuwait haben die Preise überraschend stark verringert – wahrscheinlich um das eigene Öl besser zu vermarkten und sich damit Marktanteile zu sichern.

Der Markt gilt weiter als überversorgt. Hoffnung auf eine Erholung der Nachfrage besteht derzeit vorrangig für die USA. Während Europa und China schwächeln, erholen sich die Wirtschaft und besonders der Arbeitsmarkt des größten Öl-Nachfragers.

Am Freitag veröffentlichte US Arbeitsmarktdaten fielen deutlich besser aus als erwartet. Die Arbeitslosenquote fiel auf ein Langzeit-Tief. Das sollte die Ölpreise eigentlich stützen, wirkt hier aber eher entgegengesetzt.

Mit der zunehmenden Beschäftigung steigt zwar der Ölverbrauch, allerdings spricht die niedrigere Arbeitslosigkeit auch für eine baldige Anhebung des Zinsniveaus. Das sich die Arbeitslosenquote auf dem tiefsten Stand seit sechs Jahren befindet und die Fed ihre Maßnahmen stark an diese gekoppelt hat, stehen die Zeichen auf ein nahendes Ende der Niedrigzinspolitik durch die amerikanische Notenbank.

Der Dollar gewann über einen Cent gegenüber dem Euro und anderen Währungen. Dies verteuert das in Dollar gehandelte Öl für ausländische Investoren und erhöhte den Verkaufsdruck an den Warenterminmärkten. Die Heizölpreise dagegen leiden unter dem schwächeren Euro. Der deutlich gefallene Ölpreis spiegelt sich dadurch nur wenig im Niveau der aktuellen Heizölpreise wieder.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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