Euro erholt sich leicht, Heizölpreise sinken

Der Euro konnte gestern einen Großteil seiner Verluste vom Freitag wettmachen. Bei weitgehend konstant gebliebenem Ölpreis-Niveau werden die Heizölpreise dadurch leicht sinken.

Der Eurokurs konnte sich gestern wieder erholen und steht aktuell bei 1,2648 US-Dollar. Das ist fast ein Eurocent mehr als am Freitagabend.  Die Euro-Gewinne werden am Markt mit einer typischen Gegenbewegung begründet, die oft eine starke Verlustphase folgt. Allerdings schätzen viele Analysten, dass es sich nur um eine vorübergehende Erholung des Euros handeln würde.

Generell bleibt der Abwärtstrend für den Eurokurs erhalten. Während die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone schwächelt und EZB die Geldpolitik weiter lockert, spricht in den USA vieles für ein Ende der Niedrigzinspolitik, insbesondere nach den zuletzt guten Arbeitsmarktdaten.

Auch die zuletzt veröffentlichten Wirtschaftsdaten aus dem Euroraum sprechen nicht für einen stärkeren Euro. Die Auftragsdaten aus der deutschen Industrie für den August enttäuschten mit dem stärksten Rückgang 2009. Zudem brachen die Arbeitsaufträge der deutschen Industrie August unerwartet stark ein.

Die Ölpreise tendieren allerdings ebenfalls weiter abwärts, sodass die Heizölpreise heute erneut sinken werden. Der Öl-Markt gilt weiter als überversorgt, auch wenn in den USA mit einer temporären Knappheit von Benzin gerechnet werden muss, nachdem eine Raffinerie ausgefallen ist, die den Nordosten der USA mit Benzin versorgt.

Dies könnte wie schon in der vergangenen Woche zu einer Preiskorrektur beim gesamten Öl-Komplex führen. Mehr Beachtung werden aber die anstehenden Monatsreports der EIA, IEA und OPEC finden. Händler versprechen sich von diesen einen genaueren Aufschluss über die derzeitige Marktlage.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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