Libysche Ölhäfen an Regierung übergeben, Ölpreise sinken

7. April 2014

Nachdem es vor dem Wochenende am Ölmarkt verstärkt zu Sicherungskäufen kam, entspannt sich die Lage zu Beginn der neuen Woche. Die Übergabe von zwei Ölhäfen macht eine Rückkehr der libyschen Ölexporte wieder wahrscheinlicher. Die Ölpreise sinken und sorgen damit für leichte Abschläge beim Heizölpreis.

Die am Sonntag gemeldete Übergabe von zwei Ölverladehäfen im Osten Libyens wird am Ölmarkt als Teilerfolg bewertet. Mit einer Verladekapazität von 200 Tausend Barrel pro Tag sind es noch keine besonders großen Mengen, die vor allem dem europäischen Markt wieder zur Verfügung stehen könnten. Die wesentlich größeren Häfen wie Es Sider bleiben weiterhin in der Hand der Rebellen und damit für Ölexporte geschlossen. Aber es ist eine erste Einigung zwischen Regierung und Rebellen, die optimistischer in die Zukunft blicken lässt.

Eine Entspannung kommt dagegen vom Euro und dem Konflikt mit Russland. Der Euro pendelt um die Marke von 1,37 Dollar und bleibt damit weit entfernt von den jüngsten Höchstständen bei 1,39 Dollar. Der Verlust beim Euro bedeutet umgerechnet einen um ca. einen Cent pro Liter höheren inländischen Heizölpreis.

Für die Ölpreisentwicklung bleibt der Konflikt mit Russland weiter von entscheidender Bedeutung. Standen die Zeichen in der letzten Woche noch auf Deeskalation, so deuten die Meldungen zu Beginn dieser Woche wieder in eine andere Richtung. Die Unruhen im Osten der Ukraine und damit verbundene neue Vorwürfe gegenüber Russland verringern das Abwärtspotenzial bei den Ölpreisen.

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