Ölpreise orientieren sich weiter abwärts

8. Juli 2014

Die positiven Meldungen aus Libyen sorgen weiterhin für weiche Tendenzen bei den Öl-Notierungen. Die Preise für Heizöl bleiben dadurch auch im Abwärtstrend. Der Euro-Dollar-Kurs hält das Niveau vom Vortag und zeigt seit Anfang Juni kaum Bewegung.

Neue richtungsweisende Nachrichten bleiben weiter aus. Die Ankündigung, dass zwei wichtige Häfen in Libyen wieder freigegeben wurden und Ölladungen wieder gebucht werden können, wurde bereits seit der vergangenen Woche erwartet. Die tatsächliche Beladung von Tankern wird jetzt unmittelbar erwartet. Die Exporte sollen zunächst nur langsam gesteigert werden, um einem deutlicheren Preisverfall entgegenzuwirken.

Bei den europäischen Rohölsorten, die in der Nordsee gefördert werden, wird ein Rückgang erwartet. Grund sind umfangreiche Wartungsarbeiten an den Verladeanlagen. Die Meldung geht jedoch neben den Krisenherden Ukraine und Irak und der positiven Entwicklung Libyens im Marktgeschehen unter und beeinflusst die Ölpreise nicht sichtlich. Analysten sehen die globale Versorgungslage insgesamt als komfortabel an.

Marktteilnehmer warten unterdessen auf die Veröffentlichung der US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) und der Vorabveröffentlichung des API. Bei Rohöl und Benzin werden Abbauten erwartet, die sich preissteigernd auswirken könnten. Weiterhin liegt der Fokus der Marktteilnehmer bei den Atomverhandlungen zwischen dem Iran und der 5+1 Gruppe, bei der bis zum 20. Juli über ein endgültiges Abkommen verhandelt wird.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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