Libyen und US Ölbestände lassen Ölpreise weiter sinken

10. Juli 2014,

Die Öl-Notierungen an den Warenterminbörsen setzten ihren Trend fort und bewegen sich weiter abwärts. Ausschlaggebend ist weiterhin die positive Entwicklung Libyens. Der Euro konnte am gestrigen Abend leichte Gewinne gegenüber dem US-Dollar verbuchen. Die Heizölpreise sinken erneut.

Das Department of Energy, kurz DOE, veröffentlichte gestern die offiziellen US-Ölbestandsdaten. Diese wurden insgesamt leicht preissenkend interpretiert. Wie durch die gestrige Vorabveröffentlichung bereits vermutet, wurden bei den Produkten insgesamt Aufbauten verzeichnet. Die Rohölbestände sind hingegen stärker gesunken, als zuvor angenommen.

In den Sommermonaten stehen allerdings eher die Benzinvorräte im Fokus der Händler. Diese sind gestiegen und die Nachfrage hat überraschend nachgelassen. Durch den US Nationalfeiertag am letzten Freitag wurde eigentliche mit dem Gegenteil gerechnet.

Bei den Verhandlungen zwischen dem Iran und der 5+1 Gruppe bezüglich des Atomabkommens gibt es große Unstimmigkeiten. Die Fortschritte der Verhandlung in Wien stoppen vorerst. Beobachter hoffen, dass die Anwesenheit der Außenminister einen Durchbruch bei den Verhandlungen bringe, wie es bereits im November der Fall war.

Der US-Dollar ging mit leichten Verlusten aus dem gestrigen Tag, nachdem die amerikanische Notenbank FED das Protokoll zur künftigen Geldpolitik veröffentlichte. Dort fanden sich keine Anhaltspunkte auf kurzfristige Zinserhöhungen, jedoch der Hinweis auf ein schwächeres Wirtschaftswachstum in den USA, als bisher erhofft. Der Euro konnte in der Folge Gewinne verbuchen und hat derzeit einen Wert von 1,3645 US-Dollar.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise