Geringere Nachfrage nach OPEC Öl erwartet

11. April 2014

Die OPEC rechnet im jüngsten Monatsbericht mit einem sinkenden Bedarf an Öl aus den Mitgliedsstaaten. Die Produktion aus Ländern die kein Kartell-Mitglied sind wachse schneller als die Öl-Nachfrage. Insgesamt drückte der Bericht der OPEC auf die Ölpreise. Zudem belasteten positive Signale aus Libyen das Niveau der Gasölpreise. Die Heizölpreise werden heute sinkend erwartet.

Im aktuellen Monatsbericht geht die OPEC davon aus, dass die globale Öl-Nachfrage zwar etwas höher liegt als bisher angenommen, dabei aber weniger Öl aus OPEC-Produktionsländern geliefert wird. Grund für diese Prognose sei die stark wachsende Produktion der Nichtmitgliedstaaten. Der Markt wird insgesamt mehr als gut versorgt bleiben.

Nachdem zuletzt positive Signale aus Libyen fehlten, kamen diese jetzt von der Regierung durch das Aufheben der Force Majeure für einen der Verladehäfen. Force Majeure bzw. „höhere Gewalt“ ist Vertragsinhalt bei Lieferverträgen. Im Falle von Ereignissen die als höhere Gewalt bewertet werden können, muss der Liefervertrag nicht eingehalten werden. Die libysche Regierung berief sich in der Vergangenheit auf das Force Majeure, da aufgrund der blockierten Verladehäfen keine Ölexporte möglich waren.

Die Aufhebung ist damit ein deutliches Zeichen an den Markt, dass demnächst wieder mit Öllieferungen gerechnet werden kann. Die zuletzt eingetretene Enttäuschung bei den Händlern schwindet und es wird durch die zusätzliche Versorgung wieder auf fallende Preise spekuliert. Da das schwefelarme libysche Rohöl vorrangig in Europa verarbeitet werden kann, fallen vor allem die Preise für Brent und Gasöl an der ICE Futures in London.

Da auch der Euro seine jüngsten Kursgewinne behaupten kann, werden die Heizölpreise heute leicht sinkend erwartet.

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