Abwärtsbewegung der Heizölpreise vorerst gestoppt

11. Juli 2014

Die Heizölpreise haben zum Ende der Woche ihre Abwärtsbewegung beendet und steigen leicht. Libyens preissenkender Einfluss auf die Ölpreise scheint abzunehmen. Zudem gibt der Euro nach und sinkt unter die 1,36 US-Dollar Marke.

Analysten der amerikanischen Bank JP Morgan gaben ihre Preisprognosen für die europäische Rohölsorte Brent bekannt. Demnach wird ein Barrel Brent durchschnittlich 111 US-Dollar in 2014 kosten, 2015 bereits 115 US-Dollar. Damit wurde die Preisprognose nach oben korrigiert. Aktuell kostet ein Barrel Brent 108,60 US-Dollar. Grund für die Preissteigerung sei ein höheres Nachfragewachstum mit einer zeitgleichen problematischen Angebotsseite, da mittelfristig mit einem Rückgang der Förderrate ausgegangen wird.

Das amerikanische Energieministerium EIA hat dagegen die Prognose zur globalen Ölnachfrage leicht nach unten korrigiert. Man rechne jedoch damit, dass das Ölangebot aus Ländern die nicht zum Ölkartell OPEC gehören, schneller wachsen werde als die Nachfrage. Demzufolge werde der Bedarf an Öl aus den OPEC Ländern sinken. Analysten sehen dies als Zeichen für eine entspannende weltweite Versorgungslage.

Der Fokus der Marktteilnehmer liegt zum Ende der Handelswoche weiter auf der Entwicklung der Fördermengen in Libyen und den Atomverhandlungen in Wien. Beobachter erwarten mit der heutigen Anreise von US-Außenminister Kerry und weiteren Außenministern einen Fortschritt der Verhandlungen.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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