Steigende Ölpreise und Verluste beim Euro

Der Heizölpreis wird heute deutlich steigend erwartet. Die Ölpreise sind gestern auf den höchsten Stand des Monats gestiegen und auch der Euro musste erneut leichte Verluste hinnehmen.

Der Euro kämpft noch mit den Nachwirkungen der Rede des EZB Präsidenten vom letzten Donnerstag. Gestern rutschte der Wechselkurs zum Dollar kurzzeitig unter 1,37 Dollar. Aktuell hält sich der Euro noch knapp über dieser Marke, die Tendenz geht aber weiter nach unten. Entscheidend für die weitere Entwicklung werden die aktuellen Inflationsdaten der Eurozone sowie Aussagen der Bundesbank zur künftigen Geldpolitik sein, die heute und morgen erwartet werden.

Die Euroschwäche verteuert das in Dollar gehandelte Öl zusätzlich. Die Preise für Brent und Gasöl sind gestern auf ein neues Monatshoch gestiegen. Auslöser für den Anstieg war wiederholt der Konflikt in der Ukraine, wo gestern mehrere ukrainische Soldaten bei einem Anschlag der Separatisten starben. Zudem stieg auch der Preis des amerikanischen WTI Öls in Erwartung gesunkener Bestände am WTI Hauptumschlagsplatz in Cushing, Oklahoma. Das hat zwar keine unmittelbaren Auswirkungen auf Europa, trotzdem zog der Preisanstieg des amerikanischen Öls auch das Preisniveau an der ICE in London mit nach oben.

Auch aus Libyen kamen wieder negativere Töne, nachdem zum Wochenbeginn noch eine Verdreifachung der Öl-Produktion angekündigt wurde. Von dieser ist bei den aktuellen Daten zur Produktion noch nichts zu erkennen, eine Erklärung dafür wurde nicht veröffentlicht. Das führt zwar nicht unmittelbar zu Preissteigerungen, da sich das in der Vergangenheit bereits des Öfteren so dargestellt hat, nimmt den Ölpreisen aber etwas Abwärtspotenzial.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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