Heizölpreis setzt Abwärtstrend fort

Die Roh- und Heizölpreise behalten die Tendenz nach unten bei und geben zum Beginn der Handelswoche leicht nach. Die Öl-Notierungen an den Ölbörsen erreichen damit ihr 3-Monatstief. Der Euro-Dollar-Wechselkurs zeigt kaum Veränderung und bleibt auf dem Niveau der Vorwoche von 1,36 US-Dollar.

Am Wochenende wurden die Verhandlungen bezüglich des Atomabkommens mit dem Iran fortgeführt. Die Außenminister der 5+1 Gruppe nahmen an den Gesprächen in Wien teil, zu Einigungen kam es jedoch nicht. Es gäbe weiterhin große Abweichungen bei den Interessen, so der iranische stellvertretende Außenminister. Ob der Abschluss der Verhandlungen bis zum angesetzten Termin, dem 20.Juli, möglich ist, sehen Analysten als unwahrscheinlich.

In Libyen kam es zu neuen Blockaden eines Ölhafens in Brega. Berichten zu Folge soll es in der Hauptstadt Tripolis ebenfalls zu neuen Gefechten zwischen Milizen und dem libyschen Militär gekommen sein. Damit spannt sich die Lage erneut an, nachdem in den letzten zwei Wochen positive Signale und Entwicklungen aus Libyen gemeldet wurden. Damit steht das Land als sicherer Ölversorger wieder auf dem Spiel, sollte es zu weiteren Spannungen kommen.

Im Irak kam es zu keiner neuen Regierungsbildung. Am Sonntag sollte eine neue Regierung durch das irakische Parlament gebildet werden. Dies wäre ein wichtiges Zeichen für den Kampf gegen die terrorgruppe ISIS gewesen. Am Dienstag soll ein erneuter Versuch einer Regierungsbildung stattfinden. Unterdessen konnten kurdische Truppen ihren Einflussbereich im Norden des Iraks ausweiten und haben weitere Ölfelder besetzt. Die halbautonome Region Kurdistan strebt die Unabhängigkeit vom Irak an und will die Ölexporte weiter ausbauen.

Die internationale Energieagentur IEA und die OPEC Länder haben ihren Bedarf an OPEC-Öl korrigiert und gesenkt. Dies wird als Zeichen gedeutet, dass es eine gute globale Marktversorgung gibt, zeitgleich das Angebot an Nicht-OPEC-Öl steigt. Die Daten wirken sich senkend auf die Ölpreise aus. Die angespannten politischen Situationen Libyens und des Iraks stellen weiterhin Risiken für die Ölpreisentwicklung dar.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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