Korrekturbewegung an den Ölbörsen, Heizölpreise steigen

14. August 2014

Nachdem die Öl-Notierungen gestern mit einer deutlichen Abwärtsbewegung in den Handel starteten, folgte am Abend eine Gegenreaktion an den Ölbörsen. Die Ölpreise stiegen aufgrund vermehrter Käufe wieder deutlich an. Der Eurokurs liegt aktuell bei 1,3362 US-Dollar. Wegen enttäuschender Daten zum europäischen Wirtschaftswachstum ist die Gemeinschaftswährung zeitweise auf 1,3349 US-Dollar gesunken.

An der komfortablen Versorgungslage hat sich bis dato nichts geändert. Trotzdem waren die Ölpreise gestern Abend deutlich fester. Das niedrige Preisniveau bis zum Abend löste vermehrt Käufe aus und korrigierte die Öl-Notierungen zum späten Abend nach oben.

Die Nachfragesituation scheint sich allmählich zu wandeln. Aus Libyen sollen erste Exporte vom Hafen in Ras Lanuf gestartet sein und auch die Rohölvorräte aus Westafrika sollen langsam Abnehmer finden. Das trägt ebenfalls zum Anstieg der Ölpreise bei.

Bewertet man die Versorgungssituation anhand der Ölreserven der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), ist diese aktuell knapper als in den letzten 5 Jahren zur gleichen Jahreszeit. Laut Monatsbericht der Energy Information Administration (EIA) decken die Vorräte der OECD aktuell nur einen Bedarf für 28,12 Tage ab, letztes Jahr waren es noch 29,12 Tage.

Aus den Krisengebieten Ukraine, Irak und Libyen gibt es derzeit keine neuen Meldungen, die zu einem erwähnenswerten Anstieg der Ölpreise führen könnten. Marktteilnehmer warten aktuell auf anstehende Konjunkturdaten aus Europa.

Durch den deutlichen Anstieg der Ölpreise und den immer noch schwächelnden Euro sind heute deutliche Preisaufschläge für Heizöl zu erwarten.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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