Abwärtstrend der Ölpreise durch unklare Situation in Libyen gestoppt

Die Rohölpreise an der Londoner Börse konsolidierten heute nach dem Abwärtstrend der letzten Tage auf niedrigem Niveau. Grund für die Seitwärtsbewegung an der Börse ist die erneut unklare Situation in Libyen. Der Eurokurs gerät unter Druck und fällt unter die 1,36 US-Dollar Marke.

Beobachter zweifeln, ob sich die Unruhen in Tripolis und im blockierten Hafen in Brega soweit legen werden, dass die Ölproduktion in naher Zukunft verstärkt werden kann. Die Versorgungssituation bleibt vorerst unklar und stützt die Ölpreise. Sollten die drei aktiven Ölfelder Sharara, Es Sider und Ras Lanuf in Libyen weiterhin geöffnet bleiben, bleibt die Chance auf eine Steigerung der Produktion und des Exports bestehen, was den Ölpreis wiederum drücken könnte.

Unterdessen besteht Hoffnung, dass es Fortschritte bei den Verhandlungen zum Atomabkommen in Wien geben soll. Der Iran soll sich gegenüber dem Westen kompromissbereit zeigen. Ob es eine Einigung zwischen den Vertretern geben wird, bleibt abzuwarten. Am 20. Juli läuft das aktuelle Abkommen aus, ob es jedoch bis dahin zu einer Einigung kommen wird, ist zurzeit unwahrscheinlich.

Da momentan die Nachrichten für ausschlaggebende Bewegungen an den Ölbörsen fehlen, wird sich das niedrige Preisniveau vorerst wahrscheinlich nicht verändern.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

 

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