US Ölbestände stark gestiegen, Ukraine-Krise bleibt bestimmend

Die US Rohölbestände verzeichneten den größten Anstieg seit über 10 Jahren. Angesichts der Situation in der Ukraine agieren die Händler am Ölmarkt jedoch weiter vorsichtig. Vor dem langen Wochenende wird eher Ware gekauft als verkauft, um bei einer weiteren Eskalation und damit verbundenen steigenden Ölpreisen keine Verluste zu machen.

Die aktuellen Daten des DOE zeigen in den USA die größten Aufbauten bei den Rohölbeständen seit 2001. Eigentlich ein preisdrückendes Signal an den Ölmarkt, dass aber von der Situation in der Ukraine überlagert wird.

In den USA bleibt die Rohölversorgung damit mehr als komfortabel. Dies liegt vor allem an der hohen Eigenproduktion aus Schiefergestein im Landesinneren. Durch die Inbetriebnahme neuer Pipelines kann diese Ware besser zu den Raffinerien an der Golfküste transportiert werden. Doch diese Raffinerien können diese Mengen kaum verarbeiten, auch da es sich um leichtes Rohöl handelt, während die Raffinerien auf das schwere zähflüssige ausgelegt sind. Die Ölvorräte an leichtem Öl steigen und stehen kurz vor einem Allzeithoch. Anderseits muss immer noch zähflüssiges Rohöl importiert werden.

Die Lage in der Ukraine bleibt mehr als undurchsichtig. Einerseits wird von Gefechten und Toten berichtet, anderseits sollen einige Einheiten der ukrainischen Armee  zu den Separatisten übergelaufen sein. Damit kehrt weiterhin keine Ruhe in den besetzten Regionen im Osten des Landes ein. Insbesondere die Gefahr eines Bürgerkrieges treibt die Risikoprämie und damit die Ölpreise in die Höhe. Das vor allem im europäischen Handelsraum an der ICE Futures in London.

Vor dem langen Wochenende erwarten wir keine Preisnachlässe. Der Heizölpreis bleibt aber angesichts der schweren Krise im relativ günstigen Bereich.

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