Öl- und Heizölpreise zum Wochenende fester

Der Abwärtstrend an den Ölbörsen in den letzten Wochen scheint durch vermehrt preisstützende Nachrichten vorerst vorbei zu sein.
Die neuen Sanktionen der USA und Europa gegen Russland und die Meldung des abgestürzten Passagierflugzeugs gestern stützen das Öl- und Heizölpreisniveau zum Wochenende. Der Euro hält sich auf dem Niveau des Vortages und bleibt unter der 1,36 US-Dollar Marke.

Kurdistan kündigte gestern an, den Ölexport in Zukunft zu erhöhen, da man mehrere Ölfelder an das eigene Pipeline System angeschlossene hatte.

Dies würde die Versorgungslage verbessern und die Ölpreise drücken, was gestern aber nur kurzzeitig an der Londoner Börse zu merken war.


Die Ölnotierungen zogen schnell wieder an, nachdem die Händler die Risikoprämie für Öl erhöhten. Grund dafür war der Absturz des Passagierflugzeuges in der Ukraine.


Pro-russischen Separatisten wird vorgeworfen für den Absturz verantwortlich zu sein. Dadurch steigt die Angst, dass sich die Situation zwischen Russland und dem Westen wieder verschärfen könnte.

Unterdessen meldete Libyen, dass die Ölförderung im Land gedrosselt und teilweise sogar ganz eingestellt werden muss. Bislang konnte sich Libyen am Weltmarkt noch nicht als verlässlicher und preisattraktiver Öllieferant etablieren.
Somit sind die Lager an den Exportterminals überfüllt, solange es nicht genügend Abnehmer gibt. Marktteilnehmer rechnen auch in den nächsten Tagen mit weiteren Produktionsausfällen.

Viele Marktteilnehmer decken sich zum Wochenende mit Öl ein. Sie befürchten, dass die USA und der Westen wegen des vermeindlichen Abschusses der Passagiermaschine durch pro-russische Separatisten weiteren Sanktionen gegen Russland aussprechen und Russland darauf mit Einschränkungen des Öl-Exports reagieren könnte.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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