Heizölpreis zum Wochenbeginn etwas fester

19. Mai 2014

Die Ölpreis-Entwicklung zeigte am Freitag das aus den letzten Wochen bekannte Muster. Im späten Handel stiegen die Käufe und damit auch die Preise. Händler sichern sich damit vor dem Wochenende gegen mit Preissteigerungen verbundene Eskalation des Ukraine-Konflikts ab. Die Heizölpreise starten dadurch etwas fester in die neue Woche.

Die anhaltende Krise in der Ukraine bleibt damit der stützende Faktor für die Ölpreise. Zudem wurden heftige Gefechte und erneute Produktionsausfälle aus Libyen gemeldet. Das gerade erst wieder in Betrieb genommene El Feel Ölfeld wurde wieder besetzt und das größere El Sharara Ölfeld wird jetzt mittelfristig gar nicht erst in Betrieb genommen werden.

Nachdem ein ehemaliger General in  Bengasi einen Angriff auf islamistische Milizen gestartet hat, hat sich die Situation in Libyen dramatisch verändert. Das libysche Parlament wurde am Sonntag anscheinend besetzt. Regierungsvertreter sprechen von einem versuchten Putsch durch den Ex-Militär und seine Unterstützer aus der Armee. Das Land steht für Beobachter erneut vor einem Bürgerkrieg.

Am kommenden Wochenende sollen in der Ukraine die Präsidentschaftswahlen abgehalten werden. Falls Russland diese untergraben sollte, würden die EU und die USA wahrscheinlich weitere Sanktionen verhängen, die dann auch Unternehmen oder den ganzen Energiesektor treffen könnten. Hier wird die weitere Entwicklung in dieser Woche genauestens beobachtet werden. Die Sanktionen hätten das Potenzial, die europäischen Energiepreise erheblich zu erhöhen.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise
 

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