Preise für Brent und Gasöl nähern sich neuem Jahreshoch

20. Februar 2014

Die Ölpreise und vor allem der Preis für Gasöl nähern sich einem neuen Jahreshoch. Der Heizölpreis ist davon durch die Eurostärke noch weit entfernt, wird heute aber wieder etwas zulegen.

Der Preis für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt  von Heizöl und Diesel, ist in den letzten zwei Wochen um über 40 Dollar pro Tonne gestiegen, ein Zuwachs von über vier Prozent. Ursache sind hauptsächlich die anhaltend kalten Temperaturen im Nordosten der USA und die damit verbundene hohe Heizöl-Nachfrage.

Zusätzlich stützen geopolitische Risiken im Südsudan, Libyen und nun auch Venezuela die Ölpreise. In Venezuela, OPEC Mitglied und größter Ölproduzent Südamerikas, kommt es derzeit zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Bisher alles ohne Auswirkung auf die Öl-Industrie, für Händler trotzdem ein weiterer Risikofaktor.

Dass die Ölpreise weiter steigen werden, ist indes ungewiss. Die vom API (American Petroleum Institute) veröffentlichten Vorabdaten zu den amerikanischen Ölbeständen zeigten nur geringe Abbauten bei den Beständen von Heizöl und Diesel. Sollte das durch die heute Abend veröffentlichten offiziellen Daten bestätigt werden, könnten vor allem die Preise für Gasöl wieder sinken.

Weiterhin enttäuschten die jüngsten Konjunkturdaten der größten Ölverbraucher. Sowohl in den USA als auch in China scheint sich das wirtschaftliche Wachstum zu verlangsamen. Das könnte in den USA zwar wetterbedingte Ursachen haben, wird am Markt aber trotzdem als Indiz gewertet, dass die Ölnachfrage geringer wächst als zuletzt vermutet.

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