Leichte Abwärtsbewegung beim Heizölpreis

20. Mai 2014

Die Entwicklung des Preises für Heizöl startet mit leichten Abwärtsbewegungen in den Tag. Auf Grund fehlender Impulse im Handel bleibt der Euro auf dem Niveau des Vortages. Bestimmend für die Ölpreise bleiben vorerst die politischen Situationen in der Ukraine und Libyen. Letztere hat sich dramatisch verschlechtert.

Am Wochenende hat sich die Lage in Libyen deutlich verschlechtert. Einheiten haben in der Hauptstadt Tripoli das Parlament gestürmt und sollen an einer neuen Verfassung arbeiten. Die derzeitige Regierung sieht dies als Putsch Versuch. Im ganzen Land haben sich Regierungstruppen und Milizen positioniert. Beobachter befürchten einen neuen Bürgerkrieg. Auf Grund der kritischen Sicherheitslage wurden bereits erste diplomatische Vertretungen gesichert und geräumt.

Die zuletzt angekündigte Erhöhung der Ölexporte aus Libyen bleibt damit aus. Langfristig wird die Ölproduktion nicht zur Verfügung stehen. Analysten gehen sogar von einem Komplettstillstand der Ölproduktion aus, sollte der Kampf um die Ölterminals erneut ausbrechen.

Russlands Präsident Putin kündigte erneut an, seine Truppen in der Grenzregion zur Ukraine zurück zu ziehen. Die NATO konnte bisher jedoch keine Truppenbewegungen feststellen. Am kommenden Wochenende stehen die Präsidentschaftswahlen an. Sollte Russland diese boykottieren und nicht für einen reibungslosen Ablauf sorgen, könnten die EU und USA ihre angekündigten Sanktionen gegen Russland wahr machen. Die Entwicklung bleibt zunächst abzuwarten.

Die politischen Lagen der Ukraine und Libyen deuten eher auf eine Preiserhöhung bei Brent und Gasöl hin, der stabile Euro und die gestrige Entwicklung an den Warenterminbörsen lassen die Heizölpreise jedoch zunächst leicht sinken.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise
 

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