Ölpreise steigen durch neue Sanktionen gegen Russland

21. März 2014

Die Krim-Krise und neue Sanktionen gegenüber Russland lassen die Öl- und Heizölpreise weiter steigen. Händler decken sich vor dem Wochenende mit Ware ein, um bei einer weiteren Eskalation Verluste durch steigende Preise zu vermeiden.

Gestern ging die Sanktionswelle gegen Russland in die nächste Runde. Die USA verkündete die Namen der Personen, gegen die sich die Sanktionen richten. Bei dem Namen Gennady Timchenko wurde die Stimmung auf dem Ölmarkt deutlich unruhiger, da Timchenko Mitteilhaber von Gunvor, eines der wichtigsten und größten Ölhandelsunternehmen ist.

Der Ölsektor steht damit das erste Mal in direktem Kontakt mit den politischen Auseinandersetzungen. In Befürchtung daraus resultierender Versorgungseinbußen, tätigten Marktteilnehmer gestern Abend vermehrt Sicherheitskäufe, was die Ölpreise stützte. Die Lage auf dem Ölmarkt hat sich jedoch schnell wieder beruhigt, da Experten Einschränkungen des Ölhandels durch die Sanktionen ausgeschlossen haben. Insgesamt verschärft sich die Lage aber weiterhin. Auch die EU hat gestern Einreiseverbote gegen russische Staatsbürger verhängt und deren Vermögen unzugänglich gemacht.

Der Ton der Verhandlungen hat sich längst verschärft. Martin Schulz, Präsident des europäischen Parlaments mahnte gestern vor dem "Risiko eines bewaffneten Konflikts". Analysten befürchteten durch die politischen Spannungen und verhängten Sanktionen verheerende wirtschaftliche Folgen für den Euroraum, vor allem im Hinblick auf das wirtschaftliche Wachstum.

Die globale Rohölnachfrage ist durch die Wartungsarbeiten an vielen Raffinerien insgesamt eher mäßig. Die OPEC stellt sich bereits auf eine Produktionssenkung ein, um sich dem überversorgten Markt anzupassen. Die USA verzeichnen zudem hohe Bestandaufbauten beim Rohöl.
Auch wenn die globale Angebots- und Nachfragesituation eher für sinkende Preise spricht, bleiben die Spannungen zwischen dem Westen und Russland weiterhin Hauptfaktor für die Entwicklung der Öl- und Heizölpreise.

Vor dem Hintergrund der immer noch wachsenden politischen Spannungen zwischen dem Westen und Russland wird das aktuell noch günstige Niveau der Heizölpreise eher weiter steigen als sinken.

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