Preis für Heizöl nimmt leicht zu, Euro bleibt stabil

21. Mai 2014

Die Preise für Rohöl zeigten gestern eine feste Tendenz, gestützt durch die Produktionsausfälle in Libyen und einem Ölfeld in der Nordsee. Die Handelsbewegungen bleiben allgemein ruhig und nehmen kaum Einfluss auf die Heizölpreise. Auch der Euro/Dollar Wechselkurs stagniert momentan um die Marke von 1,37 US-Dollar.

Nach dem kurzzeitigen Tiefstand von bei 1,3650 US-Dollar am vergangenen Donnerstag kletterte der Euro/Dollar Wechselkurs wieder über die wichtige Marke bei 1,37 US-Dollar. Auf diesem Niveau scheint sich der Euro weiter zu stabilisieren. Heute Abend wird das Protokoll zur letzten Sitzung der US-Notenbank veröffentlicht, was noch einmal zu stärkeren Kursbewegungen führen könnte.

In den USA halten die Raffinerien die Auslastungen hoch um dem anstehenden Nachfrageanstieg gerecht zu werden. Am kommenden Montag startet in den USA die traditionelle Fahrsaison, in der die Nachfrage nach Benzin stark steigt. Preissteigernd auf die amerikanische Rohölsorte WTI wirkten sich die vom API (American Petroleum Institute) prognostizieren Rückgänge der Rohölbestände aus. Die offiziellen Daten werden heute Nachmittag vom DOE (Departement of Energy) veröffentlicht und haben das Potenzial die Preise weiter nach oben zu treiben.

Der von Russlands Präsidenten angekündigte Rückzug der Truppen aus dem Grenzgebiet zur Ukraine zeigt Wirkung. Kontrollflüge bestätigen Bewegungen der stationierten Truppen weg von der Grenze. Dies würde einen wichtigen Schritt für eine Deeskalation der politischen Lage in der Ukraine bedeuten vor allem hinsichtlich der anstehenden Präsidentschaftswahlen am kommenden Wochenende. Sollte Russland die Wahlen und die Regierung der Ukraine nicht akzeptieren, gebe dies den Separatisten im Osten des Landes neuen Zuspruch.

Öllieferungen aus Libyen bleiben für Beobachter weiterhin unwahrscheinlich. Die politische Situation  in den Städten Tripoli und Bengasi bleibt kritisch und angespannt. Die Produktionsausfälle können vor allem in der zweiten Jahreshälfte in Folge des zu erwartenden Nachfrageanstieges zu erheblichen Preissteigerungen führen. Aktuell ist die Reaktion auf die Ausfälle jedoch gering.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise
 

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