Ölpreise fester, Heizölpreis steigt

22. Dezember 2014

Die Preise für den europäischen Ölpreis-Index Brent, aber vor allem die Preise für Gasöl sind vor dem Wochenende wieder gestiegen. Gemeinsam mit einem schwächelnden Eurokurs sorgt das zum Wochenstart zu steigenden Heizölpreisen.

Angesichts der anstehenden Weihnachtsfeiertage agieren die Händler am Ölmarkt eher zurückhaltend. Bei einem insgesamt niedrigeren Handelsvolumen wird versucht, größere Risikopositionen zu vermeiden. Das führte bereits am Freitag dazu, dass spekulative Positionen durch Nachkäufe ausgeglichen wurden und der Ölpreis wieder stieg.

Grundsätzlich hat sich die Situation am Ölmarkt wenig verändert. Vor dem Wochenende äußerten sich nochmal einige OPEC-Vertreter, im Rahmen einer Konferenz in Abu Dhabi. Sie bestätigten den aktuellen Kurs des Kartells. Die OPEC will Produktionskürzungen nicht einseitig tragen müssen, während andere Produzenten ihre Marktanteile ausbauen und dabei noch von den stabilen Ölpreisen profitieren. Die OPEC geht jedoch nur von einem temporären Preisverfall aus, was sich erst noch zeigen muss.

Für die kommenden Tage vor dem neuen Jahr beurteilen Analysten die Tendenz der Ölpreise unterschiedlich. Klar ist, dass das Handelsvolumen abnehmen wird und Händler kein großes Risiko eingehen werden. Ob das niedrigere Handelsvolumen aber zu einer erhöhten Volatilität bei den Ölpreisen führt, wird unterschiedlich bewertet.

Grundsätzlich könnte bei geringerem Umsatz schon eine kleinere Kauf- oder Verkaufswelle zu einer deutlicheren Bewegung der Ölpreise führen. Ob diese aber so einsetzt, bleibt abzuwarten. Ebenso die Entwicklung des Eurokurses. Dieser hat gegenüber dem US-Dollar nochmal kräftig verloren und wird aktuell bei 1,2263 US-Dollar gehandelt.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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