Roh-und Heizölpreise weiter im Aufwärtstrend

23. Juni 2014

Die aktuelle Marktsituation lässt keine Entspannung der Ölpreisentwicklung zu. Die Öl-Notierungen an den Warenterminbörsen starten mit festem Niveau in die neue Handelswoche. Die Irakkrise sorgt weiterhin für hohe Risikoprämien, die sich mit Verschärfung der Lage jederzeit erhöhen können. Der Euro nimmt wieder leicht zu und wird auf 1,3610 US-Dollar festgesetzt.

Die Situation im Krisenherd Irak hat sich nicht entspannt. Marktteilnehmer werden zu Beginn der Handelswoche die Entwicklung im Irak weiterhin fokussieren und beobachten. Sollte sich die Lage erneut verschärfen, werden sich die Risikoprämien an den Ölbörsen erhöhen und die Preise damit ansteigen. Die Terrorgruppe ISIS konnte am Wochenende weitere Gebiete besetzen, unteranderem die Grenzregion zu Jordanien. Beobachter sehen unterdessen die Ölproduktion im Süden des Iraks nicht in Gefahr.

n Libyen kommt es zu einer leichten Entspannung, Ölproduktion und Exporte steigen geringfügig. Nachdem ausstehende Lohnzahlungen am Ölterminal im Osten Libyens gezahlt wurden, haben Sicherheitskräfte erste Öl-Tanker zum Export freigegeben. Zusätzlich wurde ein Ölfeld im Westen des Landes in Betrieb genommen. Es gebe Bemühungen weitere Ölfelder wieder freizugeben, um die Ölproduktion mehr als zu verdoppeln. Auf den Markt wirkt sich diese positive Entwicklung jedoch wenig aus, da bisher keine dauerhafte innerpolitische Lösung gefunden wurde.

Der Euro-Dollarkurs bewegt sich weiter seitwärts und nimmt zu Wochenbeginn nur leicht zu. Als Grund für den starken Euro wird die lockere Geldpolitik der USA genannt, die trotz der ebenfalls expansiven Maßnahmen der EZB den Euro nicht stark abwerten lässt. Sollte die USA ihre Leitzinsen erhöhen, würde es wohl zu einem schwächeren Euro kommen.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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