Heizölpreise tendieren wieder nach unten

Wegen der zuletzt erwarteten Sanktionen gegen Russland wurde die Risikoprämie in dem Ölpreis Anfang der Woche deutlich erhöht. Gestern Abend bewegten sich die Ölpreise aber wieder nach unten, da die Verhandlungen über weitere Sanktionen gegen Russland werden laut den EU-Außenministern auf Donnerstag verschoben. Die Heizölpreise werden dadurch nachgebend erwartet.

Die Bewegung der Ölpreise an den Börsen NYMEX und ICE orientierte sich bis gestern Abend weiter nach oben. Die angespannte politische Situation wegen des abgestürzten Passagierflugzeuges über der Ukraine machte sich auch auf dem Ölmarkt bemerkbar. Die Marktteilnehmer fürchten, dass die Energieversorgung seitens Russlands gefährdet werden könnte, wenn neue Sanktionen gegen das Land in Kraft treten.

Der folgende Richtungswechsel an den Ölbörsen erfolgte durch das Ausbleiben weiterer Sanktionen gegenüber Russland und zusätzlich durch die Veröffentlichung der US-Ölbestanddaten durch das American Petroleum Institute (API). Die starke Raffinerieauslastung hatte zu höher als erwarteten Produktvorräten geführt, was den Ölpreis drückt.

Für eine Einschätzung der Nachfrageentwicklung warten Marktteilnehmer nun die Daten des Department of Energie (DOE) ab, die heute Nachmittag veröffentlicht werden.

Die Freigabe des Ölhafens im libyschen Brega hatte keine merkbare Auswirkung auf die Ölnotierungen. Interessierte Händler bleiben weiterhin aus. Sollte Libyen Abnehmer für ihr Rohöl finden, könnte dies die Versorgungslage in kurzer Zeit deutlich verbessern.

Die inländischen Heizölpreise orientieren sich an den Bewegungen der Ölbörsen und sinken leicht, auch wenn der Euro gestern auf den tiefsten Stand seit über sechs Monaten sank.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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