Heizölpreise geben nach und stoppen Aufwärtsbewegung

24. Juni 2014

Die Notierungen für Öl an den Warenterminbörsen liegen am frühen Handelstag auf niedrigerem Niveau und konnten den Trend der letzten Wochen vorerst stoppen. Enttäuschende Konjunkturdaten schwächen den Eurokurs, sodass die Heizölpreise nur geringfügig sinken werden.

Gestern veröffentlichte Konjunkturdaten aus der Eurozone fielen schlechter aus als erwartet. Der Finanzmarkt reagierte auf die Zahlen mit einem geschwächten Euro im Vergleich zum US-Dollar, der bei 1,3587 US-Dollar festgesetzt wurde. Experten sehen die Ursache in einer stark auseinander laufenden Entwicklung innerhalb der Eurozone und einer schleppenden Konjunkturerholung. Zusätzlich belastet der niedrige Leitzins in der Währungsunion den Euro. Analysten rechnen noch bis Ende 2016 mit einem Zinssatz um die Nullmarke.

Im Irak kommt es zu politischen Bewegungen. Iraks Ministerpräsident Maliki kündigte die Bildung einer neuen Regierung am ersten Juli an. Das war das Ergebnis nach einem Treffen mit dem amerikanischen Außenminister Kerry am gestrigen Tag. Die Lage bleibt jedoch angespannt. Die Terrorgruppe ISIS kann währenddessen ihr Einflussgebiet im Irak weiter ausbreiten.

Analysten gehen davon aus, dass das Aufwärtspotenzial der Ölpreise vorerst beendet ist, sollte sich die instabile Lage im Irak nicht nochmals verschlechtern. Man gehe nicht davon aus, dass es langfristig zu Produktionsausfällen kommen wird. Experten sehen die größte Gefahr darin, dass Ölkonzerne ihre Investitionen im Irak einstellen könnten und der geplante Ausbau der Förderkapazitäten ausbliebe.

Marktteilnehmer warten unterdessen ab, inwieweit die USA aktiv in die Irakkrise eingreift. Die Risikoprämie, die den Preis für einen Barrel Öl belastet, wurde aber bereits leicht gesenkt.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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