Keine Sanktionen gegen russische Gas- und Ölkonzerne

Die Marktteilnehmer haben sich die letzten Tage gut mit Öl eingedeckt. Man wusste nicht wie neue Sanktionen gegen Russland die Ölpreise beeinflussen würden und somit sicherte man sich ausreichend ab. Gestern Abend wurde dann über die Sanktionen verhandelt. Das Resultat nahm vorerst den Druck aus den Märkten und stoppte die Aufwärtsbewegung der Ölpreise, da die geplanten Sanktionen milder ausfallen als zuvor erwartet.

Die Verhandlungen über Sanktionen gegen den russischen Finanzmarkt und die Rüstungsindustrie führten bisher zu keiner Einigung. Dass die Entscheidung darüber vertagt wurde, dürfte die Marktteilnehmer bis dahin aufatmen lassen. Heute wird eine neue Sanktionsliste veröffentlicht, die um einige Personen und Unternehmen erweitert wurde. Gas- und Ölkonzerne sollen darauf aber nicht gelistet sein, was die  die Angst einer Gegenreaktion des Energielieferanten Russland schwinden lassen sollte.

Auch die aktuelle Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF), laut der das globale Wachstum abnehmen soll, wirkte sich preisdrückend auf die Ölpreise aus. Vor allem das Wachstum für Russland und die USA soll langsamer voranschreiten als noch im Frühjahr erwartet. Weniger Wachstum würde auch weniger benötigte Energie und einen geringeren Bedarf an Öl bedeuten.

Die Versorgungslage scheint insgesamt solide. Dass Libyen seine Ölproduktion wieder leicht steigern konnte und die Exporte aus Kurdistan langsam in Bewegung kommen, entspannt die Angebots- und Nachfragesituation zusätzlich.

Trotz der heute vorwiegend preisdrückenden Meldungen bleibt der Ukrainekonflikt ausschlaggebender Indikator für die Öl- und Heizölpreisbewegungen mit Potenzial für eine erneute Preissteigerung.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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