Preisanstieg nach US-Ölbestandsdaten und sinkendem Eurokurs

25. September 2014

Die Daten des DOE (Department of Energy) bestätigten gestern weitgehend die Vorabeinschätzung, nach der die amerikanischen Rohöl- und Benzinvorräte gesunken sind. In der Folge stiegen die Ölpreise, nachdem im gestrigen Tagesverlauf neue Tiefststände erreicht wurden. Da auch der Euro gegenüber dem US-Dollar weiter nachgab, rechnen wir heute mit einem Preisanstieg beim Heizöl.

Die gestern gemeldete Steigerung der libyschen Ölproduktion trägt weiter zu einer überversorgten Marktlage bei. Gerade beim Rohöl wird die Versorgungslage sehr entspannt gesehen. Einige Analysten sehen sogar noch weiteres Abwärtspotenzial beim europäischen Ölpreis-Index Brent, bevor Produzenten die Produktion drosseln um das Preisniveau zu stabilisieren.

So benötigt der größte Ölexporteur Saudi-Arabien einen Durchschnittspreis von 89 Dollar. Davon ist das aktuelle Ölpreisniveau noch relativ weit entfernt, sodass kurzfristig nicht mit Maßnahmen seitens der OPEC gerechnet wird.

Aber auch bei der guten Versorgungslage können entsprechende Nachrichten die Ölpreise kurzfristig nach oben treiben. Die aktuellen Daten des DOE sorgten gestern für einen solchen Preisanstieg. So zeigt sich in den USA eine Verknappung der Benzinbestände. Dabei ist jedoch zu vermuten, dass diese Knappheit auch den hohen Exporten aufgrund der guten Margensituation geschuldet ist. Aber auch regionale Wartungsarbeiten an Raffinerie werden als Ursache gesehen.

Der Euro hat im gestrigen Handel weiter gegenüber dem US-Dollar verloren.  Ursächlich ist dabei eine befürchtete Konjunkturschwäche Deutschlands, der größten europäischen Volkswirtschaft. Damit verbinden Investoren die Aussicht auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank.

Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist wiederholt gesunken und das überraschend stark. Der Index ist eines der wichtigsten deutschen Konjunkturbarometer und deutete in der Vergangenheit verhältnismäßig zuverlässig auf die weitere Entwicklung der Konjunktur hin. Der Euro fiel in der Folge bis auf 1,2774 Dollar.

Die Schwäche des Euro bei gleichzeitig steigenden Notierungen an den Ölbörsen führt heute zu einem Preisanstieg beim Heizöl.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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