EU einigt sich über verstärkte Sanktionen gegen Russland, Ölpreise steigen

28. Juli 2014

Die Preise für Rohöl und insbesondere für Gasöl stiegen kurz vor Wochenschluss doch noch einmal in die Höhe. Ausgelöst wurde die Aufwärtsbewegung an den Ölbörsen durch ein Schreiben vom Präsidenten des Europarates, in dem er ankündigte, dass sich die EU-Regierungen auf eine Ausweitung der Sanktionen gegen Russland einigen konnten und diese bald in Kraft treten werden. Da auch der Euro gegenüber dem US-Dollar an Wert verloren hat werden die Heizölpreise zu Wochenbeginn steigen.

Über die verschärften Sanktionen könnte schon morgen abgestimmt werden. Auch wenn der Energiesektor primär nicht betroffen sein soll, könnten die Sanktionen gegen andere Wirtschaftssektoren indirekt Auswirkungen auf den Energiesektor haben.

Durch die erweiterten Sanktionen soll die russische Regierung stärker unter Druck gesetzt werden, deeskalierend zu agieren und die russischen Separatisten in der Ukraine nicht länger zu unterstützen.

Auf dem Ölmarkt macht sich dadurch erneut Unsicherheit breit, weshalb die in den Ölpreis eingepreiste Risikoprämie am Freitag erhöht wurde. Man weiß nicht wie Russland auf die verschärften Sanktionen reagieren wird. Auch wenn seitens der EU keine Einschränkungen des Energiesektors geplant sind, könnte Russland wiederum die EU gezielt mit Einschränkungen der Rohölexporte sanktionieren.

Durch die erhöhte Risikoprämie in Verbindung mit dem schwächeren Euro sind heute deutliche Aufschläge bei den Heizölpreisen zu erwarten.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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