Euro weiter unter Druck, Heizölpreis steigt

Der Eurokurs stand zum Wochenende weiter unter Druck. Robuste US Konjunkturdaten trieben den Wechselkurs unter die 1,27 US-Dollarmarke. Bei weitgehend konstantem Ölpreisniveau wird der inländische Heizölpreis durch die Euroschwäche erneut steigen.

Der Eurokurs sank bereits am Freitag bis auf 1,2684 US-Dollar und fiel im frühen Handel heute bis auf 1,2664, den tiefsten Stand seit November 2012. Auslöser war Daten zum US Bruttoinlandsprodukt (BIP), das auf Jahressicht um 4,6 Prozent gestiegen ist und damit die Erwartungen übertraf.

Im Gegensatz dazu sind die Aussichten für die Eurozone eher schlecht. Neben einer niedrigen Inflationsrate  schwächelt auch die konjunkturelle Entwicklung. Dadurch erhöht sich der Druck auf die EZB, ihre Geldpolitik locker und das Zinsniveau niedrig zu halten.

Während man bei der EZB damit rechnet, dass sie ihre Geldpolitik noch weiter lockern könnte, wird bei der US-Notenbank Fed schon auf eine erste Zinserhöhung spekuliert. Diese hat zwar ihre Anleihenkäufe sukzessive zurückgefahren, aber seit Jahren die Zinsen nahe Null Prozent gehalten. Analysten sehen daher Potenzial für einen weiteren Rückgang des Eurokurses.

Dieses Potenzial hat allerdings auch der Preis für den europäischen Ölpreis-Index Brent. Neben den gesunkenen Wachstumserwartungen in China und Europa bleiben auch die Atomverhandlungen mit dem Iran ein potenzieller Belastungsfaktor. Bisher werden kaum Fortschritte in den Gesprächen vermeldet, allerdings sollte bis zum November eine Lösung gefunden werden. Das Thema könnte daher in den kommenden Wochen an Bedeutung für die Ölpreise gewinnen.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise