Ölpreis auf Rekordtief ins neue Jahr

30. Dezember 2014

Die Ölpreise sind gestern auf den tiefsten Stand seit 2009 gefallen. Der massive Preisrutsch bei Brent und WTI setzte auf die Meldung ein, dass die US Ölbestände auch in dieser Woche steigend erwartet werden. Der Heizölpreis wird vor dem Übergang ins neue Jahr nochmal kräftig sinken, auch wenn der schwächelnde Eurokurs den Preisverfall beim Heizöl bremst.

Die Notierungen für den europäischen Ölpreis-Index Brent und für das amerikanische WTI Öl sind auf den tiefsten Stand seit über fünf Jahren gesunken. Auslöser war die Vorabschätzung der amerikanischen Ölbestände, bei denen Experten erneut von deutlichen Aufbauten ausgehen. Zusätzlich wurde aus Libyen gemeldet, dass ein Großteil der Brände am größten Ölhafen in Es Sider gelöscht seien.

Die islamistische Oppositionsregierung in Libyen hatte erstmals im Konflikt mit der Zentralregierung auch Ölanlagen angegriffen. Diese wurden bisher stets verschont. Allerdings bietet der Konflikt in Libyen aktuell nur wenig Aufwärtspotenzial. Wie gestern bereits beschrieben, ist die Marktlage derart überversorgt, dass der Ausfall libyscher Öllieferungen mehr als kompensiert werden kann.

Der Preisverfall beim Rohöl zeigt sich nicht eins zu eins in den inländischen Heizölpreisen. Da Rohöl und Produkte wie Gasoil am Weltmarkt grundsätzlich in Dollar gehandelt werden, spielt der Wechselkurs von US-Dollar in Euro eine zentrale Rolle für die inländische Heizölpreisentwicklung.

Momentan wird der Euro bei 1,2131 US-Dollar gehandelt und liegt damit erneut unter dem Niveau des Vortages. Der niedrigere  Eurokurs bewirkt, dass in Dollar gehandelte Produkte hierzulande teurer werden. Dies zeigt sich unter anderem beim Preis für Heizöl oder den Tankstellenpreisen.

Wir wünschen Ihnen einen guten Rutsch und alles Gute für das neue Jahr!

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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