Ölpreise trotz erweiterten Sanktionen weitgehend stabil

30. Juli 2014

Gestern Abend wurden wie angekündigt die Sanktionen gegen Russland durch die EU erweitert. Markteilnehmer hatten vorsorglich ihre Bestände aufgestockt, um sich gegen folgende Preisanstiege an den Ölbörsen abzusichern. Die Aufwärtsbewegung der Ölpreise verlief in der Folge moderater als zuvor erwartet, was durch die komfortable Versorgungslage auf dem globalen Ölmarkt begründet wird.

Durch die vorherige Ankündigung der zusätzlichen Sanktionen gegen Russland waren die Marktteilnehmer vorbereitet und die Auswirkungen auf den Ölpreis hielten sich in Grenzen. Generell schien der Ölmarkt relativ unbeeindruckt von den verschärften Sanktionen.

Im Moment scheint die Tatsache, dass der Ölmarkt überversorgt ist, den Einfluss der geopolitischen Risiken, die vor allem vom Ukraine-Konflikt mit Russland ausgehen, zu überdecken und ein höheres Preisniveau zu verhindern.

Westafrika sucht beispielsweise noch Abnehmer für mehr als 30 Mio. Barrel Rohöl für Lieferungen im August. Auch die gedrosselte Produktion in Libyen und die Konflikte im Irak und dem Gazastreifen scheinen momentan wenig Einfluss auf den Ölmarkt zu haben.

Dagegen hatten die gestern Abend durch das American Petroleum Institut (API) veröffentlichten US Ölbestandsdaten einen leicht preisstützenden Effekt. Die Rohölvorräte sind der Vorabschätzung zufolge trotz zurückgegangener Raffinerieauslastung stärker abgebaut worden und die Produktbestände niedriger als zuvor angenommen.

Abzuwarten bleibt nun wie Russland auf die verhängten Sanktionen der EU reagieren wird. Solange es keine Einschränkungen beim Rohölexport nach Europa geben wird, sehen Experten vorerst keine Gefahr für die Versorgungssicherheit.

Beim Heizöl gibt es leichte Preisanstiege die vor allem durch den etwas schwächeren Euro verursacht werden.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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