Fester Euro und positive US-Ölbestandsdaten sorgen für Preisabschläge

Nachdem die am Dienstag veröffentlichten Einschätzungen des API zu den US-Ölbestandsdaten eher preisstützend eingeordnet wurden, warteten die Marktteilnehmer gestern auf die Daten des Department of Energy (DOE). Diese fielen positiver aus als erwartet und belasteten die Ölpreise.

Insgesamt haben die aktuellen US-Ölbestandsdaten einen preisdrückenden Effekt auf das Niveau der Ölpreise. Trotz der leicht gesunkenen Raffinerieauslastung ist die Verarbeitung weiterhin sehr hoch. Dadurch sind zwar auch die Bestände beim Rohöl gesunken, jedoch nicht so stark wie vorher vom API angekündigt.

Außerdem sprechen die hohen Produktbestände für eine entspannte Versorgungslage. Trotz der andauernden Sommersaison steigen die Benzinvorräte und auch bei den Destillaten sind die Vorräte für die anstehenden kalten Wintermonate vergleichsweise hoch.

Obwohl an den Ölbörsen keine bedeutsame Reaktion auf die verstärkten Sanktionen gegen Russland erfolgte, bleibt eine gewisse Unsicherheit. Man weiß nicht in welcher Form Russland darauf reagieren wird. Russland hat bisher nur Sanktionen gegen die EU angekündigt, die die Lebensmittelindustrie betreffen sollen. Solange die Öl- und Gasexporte nicht eingeschränkt werden, sorgt die komfortable globale Versorgungslage für niedrigere Ölpreise.

Expertenmeinungen zufolge ist es eher unwahrscheinlich, dass Russland ihre Energieexporte drosselt, denn die Einnahmen sind für das Land sehr wichtig. Als Gefahr sehen viele eher die Auswirkung auf das Wirtschaftswachstum durch die gegenseitig verhängten Sanktionen. Ein geringeres Wachstum könnte auch eine rückläufige Nachfrage an Öl bedeuten.

Bei den Heizölpreisen ist heute mit Preisabschlägen zu rechen, da der Abwärtstrend an den Ölbörsen noch zusätzlich von dem etwas festeren Euro begünstigt wird.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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