Heizölpreise auf neuem Jahreshoch

Heizoelpreise steigen 021216

Die Heizölpreise erreichen heute den höchsten Stand des Jahres und folgen damit der Ölpreisentwicklung. Nach der OPEC Einigung auf eine Reduzierung der Fördermengen legten die Ölpreise um über zehn Prozent zu.

Ölpreisentwicklung

Die Tendenz der Ölpreisentwicklung richtet sich steil aufwärts. Bestimmendes Thema ist und bleibt das OPEC Abkommen zu Reduzierung der Fördermengen. Es wird aller Voraussicht nach noch einige Tage dauern, bis die Intervention vollständig eingepreist ist.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Preis für das europäische Nordseeöl Brent erreichte gestern Abend mit 53,94 US-Dollar pro Barrel ein neues Jahreshoch. Heute Morgen gab der Ölpreis Brent zwar wieder leicht nach, der Trend wird sich aber weiter aufwärts richten.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, wird aktuell mit 470 US-Dollar pro Tonne notiert. Auch hier ist mit einem weiteren Anstieg in Richtung der 500 US-Dollar zu rechnen. 

Daneben muss beachtet werden, dass Öl sowie die daraus raffinierten Produkte in US-Dollar gehandelt werden. Umgerechnet in Euro wurden die bisherigen Jahreshöchststände bereits weit überschritten. Als die Ölpreise Anfang Oktober das bisherige Jahreshoch markierten, war ein Euro noch 1,12 US-Dollar wert. Aktuell sind es fast sechs Cent weniger.

Die OPEC hat sich am Mittwoch darauf geeinigt, aber 2017 jeden Tag 1,2 Millionen Barrel weniger Öl zu fördern. Damit sollen das globale Angebot und die Nachfrage wieder ins Gleichgewicht finden und ein weiterer Preisverfall verhindert werden. Die Laufzeit der Vereinbarung wurde mit sechs Monaten angegeben, könnte aber verlängert werden

Zusätzlich soll am 9. Dezember mit Nicht-OPEC Produzenten über deren Kürzung verhandelt werden. Nach Angaben der OPEC haben diese Länder bislang eine Kappung um 600 Tausend Barrel zugesagt, darunter Russland mit 300 Tausend Barrel. Das würde auf eine Reduzierung der Förderung um insgesamt 1,8 Millionen Barrel pro Tag hinauslaufen, was knapp zwei Prozent der weltweiten Fördermenge entspräche.

Das Russland bereits gestern die Reduzierung seiner Förderung zusagte, kam für viele Marktteilnehmer überraschend schnell und gab den Ölpreisen zusätzlichen Auftrieb. Stimmen bei Treffen kommende Woche auch weitere Nicht-OPEC Produzenten der Reduzierung des Angebotes zu, dürfte es weiteres Aufwärtspotenzial für die Ölpreise geben.

Wie weit die Ölpreise steigen, wird auch darauf ankommen, als wie stark sich das Abkommen zu Beginn des nächsten Jahres erweist. Die Investmentbank Goldman Sachs hat die letzten Produktionskürzungen der OPEC analysiert. Bei den 17 Kürzungen in den letzten 35 Jahren wurden nur etwa 60 Prozent der angekündigten Maßnahmen auch tatsächlich umgesetzt. 

Entwicklung Eurokurs

Der Euro hat sich gestern nach guten US-Konjunkturdaten und vor dem anstehenden Verfassungsreferendum in Italien wechselhaft entwickelt. Am Nachmittag fiel der Eurokurs unter 1,06 US-Dollar, legt zum Abend hin aber um über einen halben Cent zu. Heute Morgen ist ein Euro 1,0667 US-Dollar wert.

Im Laufe des heutigen Tages könnte vor allem der US-Arbeitsmarktbericht für Bewegung sorgen. Ein robuster Arbeitsmarkt würde die Erwartungen an eine Zinserhöhung in den USA weiter stärken und den Euro wieder unter die Marke von 1,06 Dollar drücken.

Durch ein höheres Zinsniveau wird eine Währung für Anleger attraktiver und damit gestärkt. Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, werden die Importe für die Eurozone teurer, wenn der Euro gegenüber dem Dollar verliert.

Heizölpreisentwicklung

Die Heizölpreise erreichen am heutigen Morgen ein neues Jahreshoch. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet im bundesweiten Durchschnitt erstmals in diesem Jahr über 58 Cent pro Liter Heizöl.

Wer sicher gehen will sollte so schnell wie möglich Heizöl kaufen, insbesondere wenn sich der Tankinhalt dem Ende zuneigt. Momentan sollte mit einer anhaltenden steigenden Tendenz der Heizölpreise gerechnet werden.

Zudem führt das OPEC Abkommen wie schon nach der Ankündigung Ende September zu einem sprunghaften Anstieg der Heizöl-Nachfrage. Kurzfristige Lieferzeiten werden entsprechend knapper. 

Das bedeutet aber auch, dass jetzt bereits Heizöl bestellt werden kann und die Lieferung auf Wunsch erst Anfang 2017 erfolgt. So können Sie sich gegen weitere Preissteigerungen absichern.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder  das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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