Heizölpreise auf neuem Jahreshoch

19. Oktober 2016

Heizoelpreis steigt 191016

Die Heizölpreise erreichen heute Morgen mit durchschnittlich 57 Cent für 3.000 Liter Heizöl ein neues Jahreshoch. In den USA sollen die Ölbestände in der letzten Woche abgenommen haben, was den Ölpreisen leichten Auftrieb gab. Gleichzeitig steht auch der Euro unter Druck.

Ölpreisentwicklung

Die Ölpreise testeten im gestrigen Handelsverlauf den Spielraum nach unten, bevor mit der Vorabschätzung zu den amerikanischen Ölbeständen wieder Kaufimpulse entstanden. 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Das europäische Nordseeöl Brent wird heute Morgen für 52,17 US-Dollar je Barrel gehandelt. Die Notierung von ICE Gasoil, dem maßgeblichen Indikator für den inländischen Heizölpreis, stieg auf 467,50 US-Dollar je Tonne und liegt damit nur sechs Dollar unter dem bisherigen Jahreshoch.

Grundsätzlich bewegen sich die Preise für die Referenz-Ölsorten WTI und Brent weiter in einer engen Handelspanne. Seit über einer Woche liegen die Schwankungen im Bereich von zwei US-Dollar, also unter fünf Prozent. 

Nachdem die Ölpreise in Folge der OPEC Ankündigung einer Fördermengen-Begrenzung um 15 Prozent gestiegen sind, zeigt der aktuelle Trend seitwärts. Die Aussicht auf eine Reduzierung lässt Händler weniger Risiken eingehen. Für starke Bewegungen nach unten müsste mehr verkauft als gekauft werden, was zurzeit einfach nicht der Fall ist.

Da viele Händler daran glauben, dass sich die Ölpreise perspektivisch weiter nach oben orientieren, werden Preisrückgänge umgehend für neue Käufe genutzt, was die Ölpreise dann wieder stärkt. Auf der anderen Seite sind vorerst auch keine deutlicheren Preissteigerungen zu erwarten, solange es zum einen keine Hinweise auf eine konkretere Aktion der OPEC gibt oder andere unvorhersehbare Ereignisse eintreten. 

Laut vielen Experten die sich im Rahmen eine Konferenz zur weiteren Ölpreisentwicklung geäußert haben, gilt dies auch für das kommende Jahr. Die Ölpreis-Prognosen liegen überwiegend in einer Preisspanne zwischen 50 und 60 Dollar, insofern größere Ausfälle auf der Angebotsseite ausbleiben.

Entwicklung Eurokurs

Ein Euro ist aktuell 1,0996 US-Dollar wert. Der Eurokurs ist gestern unter Druck geraten, nachdem die Verbraucherpreise in den USA im September merklich gestiegen sind.

Die Inflationsrate liegt damit auf dem höchsten Stand seit knapp zwei Jahren. Das wiederum stärkt die Erwartungen, dass die US-Notenbank Fed den Leitzins im Dezember dieses Jahres erhöhen wird.

Ein höherer Leitzins macht eine Währung für Anleger attraktiver und stützt damit deren Wechselkurs. Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, bedeutet ein steigender Dollarkurs, dass die Importe für den Euroraum teurer werden.

Heizölpreisentwicklung

Die Heizölpreise erreichen heute Morgen ein neues Jahreshoch. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet im bundesweiten Durchschnitt etwas mehr als 57 Cent pro Liter Heizöl.

Das liegt neben der Euroschwäche und den gestiegenen Ölpreisen auch an regionalen Versorgungsengpässen. Während für 3.000 Liter Heizöl in Hamburg knapp 55 Cent pro Liter gezahlt werden müssen, sind es in Stuttgart drei Cent mehr. Ähnlich wie Anfang November 2015 führt das Niedrigwasser des Rheins zu Problemen bei der Schiffsversorgung. In mehreren südlich gelegenen Lägern wird die Ware bereits knapp.

Die Binnenschiffer passen die Beladung der Schiffe an den Wasserstand an. Im Moment wird pro Schiff weniger transportiert. Das treibt die Frachtkosten in die Höhe und führt zum Teil zu Engpässen, da auch die Heizöl-Nachfrage auf hohem Niveau liegt. 

Es bleibt abzuwarten, ob die Regenfälle in dieser Woche zu einer Entspannung der Situation führen können. Aber selbst wenn die Pegelstände steigen wird es einige Zeit dauern, bis die Lagerbestände wieder ein normales Niveau erreichen.

Insbesondere wenn sich der Tankinhalt dem Ende nähert, sollten Sie so schnell wie möglich Heizöl kaufen. Die hohe Heizöl-Nachfrage führt zu steigenden Lieferzeiten. In immer mehr Regionen können kurzfristige Lieferungen nur noch telefonisch abgestimmt werden.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder ein heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie ohnehin mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit inkl. Postweg kann bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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