Heizölpreise: Berg- und Talfahrt setzt sich fort

17. Februar 2016

Heizoelpreis-sinkt-17-02-2016

Dem Treffen zwischen Saudi-Arabien, Katar, Venezuela und Russland wird nur zum Teil Erflog beigemessen. Man einigte sich zwar auf das Einfrieren der aktuellen Fördermenge, eine klare Reduzierung des Überangebots werde es jedoch nicht geben. Der daraufhin gefallene Ölpreis sorgt heute für starke Nachlässe beim Heizölpreis.

Ölpreisentwicklung

Am gestrigen Morgen ließ die Ankündigung eines Meetings der Ölminister Saudi-Arabiens, Venezuelas und Russlands in Katar mit dem dortigen Ölminister die Wahrscheinlichkeit auf eine koordinierte Reduzierung der Fördermengen steigen. Dementsprechend startete der Ölpreis gestärkt in den Handelstag.

Mit der Bekanntgabe der Ergebnisse dieses Treffens am Nachmittag fielen die Preise für Öl wieder. Denn eine deutliche Reduzierung der Fördermenge deutete sich nicht an.

Am heutigen Morgen ergeben sich folgende Notierungen an der Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird aktuell bei 32,11 US Dollar je Barrel gehandelt. ICE Gasoil, welches für den inländischen Heizölpreis von entscheidender Bedeutung ist, wird bei 302,25 US Dollar je Tonne notiert. Damit haben die Ölpreise im Vergleich zu gestern deutlich nachgegeben.

Mit dem Meeting gestern hatte Saudi-Arabien sich erstmals konkret zum Thema Produktionsmenge geäußert. Man habe sich darauf geeinigt, die im Januar erreichte Fördermenge einzufrieren und damit jegliche Produktionssteigerung zu stoppen. Jedoch müssten dem alle Mitglieder der OPEC zustimmen.

Damit erhält der Iran nun eine wichtige Rolle im Durchsetzen dieser neuen Strategie. Denn bisher hieß es aus Teheran, dass man nicht vorhabe, die Produktion zu kürzen, bevor man nicht auf dem Niveau fördere, dass vor den Sanktionen Bestand hatte. Zwar würden dem Iran gewisse Sonderkonditionen zugesprochen werden, die Art und Weise ist jedoch noch unbekannt. Es scheint unwahrscheinlich, dass der Iran nun freiwillig Marktanteile abgibt.

Diese Marktanteile hatten Länder wie Saudi-Arabien während der Sanktionen übernommen. So kommentiert man aus dem Iran, dass die Länder, die ihre Förderung in dieser Zeit gesteigert hatten, für den Preisverfall verantwortlich seien. Damit lege es an ihnen, die Förderung zurückzufahren und nicht an dem Iran.

Die derzeitige Idee, die Förderung auf dem aktuellen Niveau einzufrieren, führe nämlich nicht zu einem Abbau des bestehenden Überangebots. Sowohl Russland als auch Saudi-Arabien fördern aktuell auf sehr hohem Niveau. Mit einem Einfrieren würde weiterhin täglich mehr produziert, als tatsächlich verbraucht wird. Somit fixiert das Ergebnis des gestrigen Tages für viele Marktteilnehmer nur den Zustand der Überversorgung.

Für heute ist ein Treffen des Irans mit Venezuela und dem Irak geplant. Man wartet nun gespannt ab, ob der Iran dem Abkommen zustimmen wird. Eine Ablehnung könnte den Ölpreis weiter drücken.

Entwicklung Eurokurs

Auch am heutigen Morgen verzeichnet der Eurokurs kleine Verluste und wird zurzeit bei 1,1131 US-Dollar notiert.

Heute blickt man gespannt auf die USA. Dort werden neue Daten  zur wirtschaftlichen Lage bekannt gegeben. Außerdem erwartet man am Abend die Veröffentlichung des Protokolls zur letzten Zinssitzung der US-Notenbank Fed. Beides könnte Einfluss auf den Dollarkurs und damit auch auf den Euro nehmen.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt 40,70 Euro pro 100 Liter Heizöl. Damit ist der Heizölpreis seit gestern um mehr als 1,50 Euro pro 100 Liter gesunken.

Die Berg- und Talfahrt der Heizölpreise setzt sich auch heute fort. Wie in den letzten Wochen folgt auf einen Anstieg in der Regel eine baldige Gegenreaktion. Angesichts der überversorgten Marktlage sind  Aufwärtsbewegungen beim Ölpreis momentan nicht nachhaltig.

Saisonal bedingt ist die Heizöl-Nachfrage weiterhin hoch. Deshalb sind kurzfristige Lieferzeiten sowie Notlieferungen für Kaltsteher regional nur über eine telefonische Absprache und individuelle Prüfung möglich.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

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