Ölpreis sinkt, Euro steigt – Heizöl günstiger

6. August 2015

Heizoelpreis gefallen 06082015

Die Kombination aus sinkenden Ölpreisen und steigendem Eurokurs lässt Heizöl heute günstiger werden. Der Eurokurs hat sich jedoch nur um ca. einen halben Cent erholt, sodass die Preisaufschläge vom gestrigen Tag noch nicht ausgeglichen werden.

Ölpreisentwicklung

Die Ölpreise sind fallen wieder. Sowohl der europäische Ölpreis-Index Brent als auch die für den inländischen Heizölpreis entscheidende Notierung von ICE Gasoil liegen im Bereich neuer 6-Monats-Tiefststände. Brent wird aktuell mit 49,72 US-Dollar pro Barrel und Gasoil mit 470 US-Dollar pro Tonne notiert.

Gestern waren, abgesehen von der grundsätzlichen überversorgten Marktlage, die offiziellen Ölbestandsdaten der USA für sinkende Ölpreise verantwortlich. Die Daten des DOE zeigten zwar Abbauten bei den amerikanischen Rohölbeständen, jedoch auch Aufbauten bei den Beständen von Mitteldestillaten (Heizöl, Diesel) und Benzin.

Insbesondere die Aufbauten beim Benzin sind für diese Jahreszeit ungewöhnlich, da in der Fahrsaison die Nachfrage auf hohem Niveau liegt. Am Ölmarkt geht man davon aus, dass die Raffinerien mehr Produkte herstellen als verbraucht werden können. Die Überversorgung im Rohölbereich wird faktisch in einen Überhang beim Produktangebot umgewandelt.

Entwicklung Eurokurs

Der Euro konnte gegenüber dem Dollar einen Teil der Verluste vom Vortag wettmachen. Aktuell liegt der Eurokurs etwas über 1,09 US-Dollar und damit einen halben Cent höher als am Vortag. Die Kursgewinne werden vor allem mit positiven Wirtschaftsdaten aus Deutschland und eher enttäuschenden Arbeitsmarktdaten aus den USA begründet.

In Deutschland konnten die Auftragsdaten der Industrie überzeugen, während in den USA die Anzahl der Neueinstellungen im jüngsten Arbeitsmarktbericht hinter den Erwartungen zurück blieben.

Heizölpreisentwicklung

Der Trend der Heizölpreisentwicklung zeigt weiter abwärts. Heizöl wird heute Morgen im Schnitt 50 Cent bis 1 Euro pro 100 Liter günstiger. Der Rückgang der Ölpreise kann die Verluste beim Euro im Augenblick noch nicht kompensieren. Perspektivisch sehen wir aber insbesondere bei den Ölpreisen noch Spielraum nach unten.

Wer noch ausreichend Heizöl im Tank hat, kann durchaus darauf spekulieren, dass der Heizölpreis bis zum Wochenende noch ein Stück weit nachgibt. Selbst wenn der Euro weiter verlieren sollte, würde das für Händler außerhalb der USA die Investition in Öl verteuern, sodass insgesamt eher von weiter fallenden Ölpreisen ausgegangen werden kann.

Unser Tipp: Nutzen Sie unsere Services für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung oder halten Sie sich durch unsere News zur Heizölpreisentwicklung auf dem Laufenden. Gerade wenn sich der Tankinhalt dem Ende zuneigt, können Sie so auch von kurzfristigen Preisnachlässen profitieren. Das Auf- und Ab der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigt, dass sich auch innerhalb einer Woche erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf ergeben kann.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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