Heizölpreise: Euro-Verluste bringen kleine Aufschläge

11. Mai 2015

Heizoelpreis gleich 11052015

Die Heizölpreise starten etwas über dem Niveau vom Freitag in die neue Woche. Bei annähernd unveränderten Ölpreisen, sorgen Verluste beim Euro für geringfügige Aufschläge in einigen Regionen.

Ölpreisentwicklung

Die Ölpreise zeigen sich im Vergleich zum Freitag unverändert. Der Preis für die europäische Referenzsorte Brent liegt aktuell bei 66,33 US-Dollar pro Barrel. Die Notierung für ICE Gasoil liegt weiter knapp unter 600 US-Dollar.

Nach den starken Preisbewegungen im Verlauf der letzten Woche, war das Handelsinteresse vor dem Wochenende eher gering. Für den Ölmarkt richtungsweisenden Meldungen sind kaum vorhanden. Daten zur Anzahl der abgeschalteten US Bohranlagen, die in den vergangenen Wochen noch für steigende Ölpreise sorgen konnten, werden inzwischen differenzierter bewertet.

Zwar wurden auch in der vergangenen Woche wieder Boranlagen stillgelegt, aber die Anzahl fiel im Vergleich mit den Vorwochen geringer aus. Zudem haben einige US Ölproduzenten in der letzten Woche die Produktionsprognosen für das laufende Jahr nach oben korrigiert. Man hatte anscheinend nicht damit gerechnet, dass sich die Ölpreise wieder derart schnell erholen. Mit dem gestiegenen Preisniveau kann sich die Inbetriebnahme einiger Ölquellen wieder rechnen.

Neben den US Ölbestandsdaten richtet sich der Blick der Händler in der kommenden Woche auf chinesische Konjunkturdaten. In China wurde am Wochenende das Zinsniveau gesenkt. Die expansive Geldpolitik soll der chinesischen Wirtschaft einen Schub geben.

Die Zinssenkung der chinesischen Notenbank könnte auf schlechte Konjunkturdaten am Mittwoch hinweisen. Mit einem geringeren Wirtschaftswachstum ginge auch die Aussicht auf eine geringere Ölnachfrage einher, was wiederum die Ölpreise belasten würde.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs konnte seine Gewinne aus der letzen Woche nicht komplett verteidigen. Aktuell bekommt man für einen Euro ca. 1,1175 US-Dollar. Das sind ungefähr zwei Cent weniger als Mitte letzter Woche.

Der Arbeitsmarktbericht aus den USA fiel durchwachsen aus und bewegte die Devisenkurse nur kurzzeitig. Die Arbeitslosigkeit ging im April wie erwartet zurück, allerdings wurden die Daten für den Jobzuwachs im März nach unten korrigiert. Zudem soll das Lohnwachstum nur schwach ausgefallen sein. Dies könnte die Notenbank Fed in ihrer Haltung bestärken, die erwartete Zinswende ohne große Eile anzugehen.

Heizölpreisentwicklung

Der aktuelle Heizölpreis liegt im bundesweiten Durchschnitt für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung bei 66 Euro pro 100 Liter. Wir rechnen in den kommenden Tagen nicht mit einem signifikanten Preisanstieg.

Der Euro könnte zwar weiter nachgeben, diese würde aber für Investoren außerhalb der USA das in Dollar gehandelte Öl verteuern. Im Hinblick auf die heimischen Heizölpreise also möglicherweise ausgeglichen.

Die Ölpreise zeigten sich zuletzt eher nachgebend. Ob sich die weiche Tendenz in dieser Woche fortsetzt, ist jedoch ungewiss. Die Lage im Jemen scheint sich zu beruhigen und auch in den chinesischen Konjunkturdaten wird Potenzial für Preisnachlässe am Ölmarkt gesehen.

Unser Tipp: Nutzen Sie unsere Services für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung. Gerade wenn sich der Tankinhalt dem Ende zuneigt, können Sie so auch von kurzfristigen Preisnachlässen profitieren. Das Auf- und Ab der Ölpreise in der vergangenen Woche zeigt, dass sich auch innerhalb einer Woche erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf ergeben kann.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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