EIA erwartet rückläufige US-Ölproduktion – Ölpreise steigen weiter

14. April 2015

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Nach kurzzeitiger Abwärtsbewegung führten die Ölpreise gestern ihren Aufwärtstrend fort. Die EIA geht von einer abnehmenden US-Schieferölförderung ab Mai aus. Bei den Heizölpreisen sind heute ebenfalls leichte Aufschläge zu erwarten, da auch der Euro nicht weiter zulegen konnte.

Dass die US-Ölproduktion aufgrund der vielen abgeschalteten Anlagen auf lange Sicht gesehen sinken wird, halten viele Marktteilnehmer für wahrscheinlich. Die Experten des amerikanischen Amts für Energiestatistik EIA (Energy Information Administration)gehen jedoch mit einem zeitnahen Rückgang der US-Schieferölförderung aus. Demnach soll die Produktion bereits im Mai rückläufig sein.

Die Ölpreise sind infolgedessen deutlich angezogen. Marktteilnehmer warten nun den Jahresbericht der EIA ab, der Einschätzungen zur langfristigen Marktentwicklung liefern wird.

Der Jemen-Konflikt scheint sich unterdessen weiter zuzuspitzen. Die Huthi-Rebellen sollen einige Häfen erobert haben. Die Regierung von Präsident Hadi soll daraufhin eine Blockade dieser Häfen durch die internationale Koalition gefordert haben, die auch bereits umgesetzt wurde. Seitdem ist der Im- und Export von Öl und Gas an den entsprechenden Häfen unterbrochen. Großen Einfluss auf die Ölpreisentwicklung hatte dies jedoch nicht, da die globale Versorgungslage weiter sehr komfortabel bleibt.
 
Die IEA soll gestern Abend ihre Einschätzung zur Nachfrageentwicklung geäußert haben. Demnach soll die Ölnachfrage dieses Jahr stärker ansteigen als von den Marktteilnehmern bisher erwartet wird. Die niedrigen Ölpreise könnten die Nachfrage zusätzlich beleben.

Die Preise für Heizöl werden heute aufgrund des gestiegenen Ölpreises im Vergleich zum Vortag etwas fester erwartet.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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