Heizöl zum Wochenbeginn erneut günstiger

Heizoelpreis gefallen 14092015

Der Heizölpreis wird zum Beginn dieser Woche erneut etwas günstiger. Nachgebende Ölpreise und ein gestiegener Eurokurs bringen Preisnachlässe von bis zu 50 Cent pro 100 Liter.

Ölpreisentwicklung

Die Ölpreise haben zuletzt wieder etwas nachgegeben. Der europäische Ölpreis-Index Brent liegt aktuell bei 47,72 US-Dollar pro Barrel. Die für den inländischen Heizölpreis entscheidende Notierung von ICE Gasoil liegt bei ca. 471 US-Dollar pro Tonne.

Händler wägen aktuell den langfristig möglichen Abbau gegen den kurzfristigen Ausbau der Überversorgung am Ölmarkt ab.

In den aktuellen Monatsreports der EIA (Energy Information Administration - Amt für Energiestatistik innerhalb des US-amerikanischen Energieministeriums) und IEA (Internationale Energie Agentur) wurde die erwartete US Rohölförderung für das kommende Jahr deutlich nach unten korrigiert. Durch die niedrigen Ölpreise wird mit einem starken Rückgang der Ölförderung außerhalb der OPEC gerechnet. Dadurch werde die weltweite Rohölversorgung deutlich knapper und das Überangebot könnte abgebaut werden.

Dem entgegen stehen jedoch mögliche Exporte des Irans und die saisonal schwach erwartete Rohölnachfrage. Durch das Ende der Sommernachfrage und damit verbundenen Umstellungsarbeiten an den Raffinerien geht die Rohölnachfrage zu Herbstbeginn in der Regel zurück. Da die Vorräte in den USA jetzt schon auf Rekordniveau liegen, besteht die Sorge, dass die Kapazitätsgrenzen der Lager überschritten werden könnten.

Dass der Wettbewerb um Marktanteile weiter hoch bleibt und auf das Preisniveaus drückt, zeigen auch die Preissenkungen von Saudi-Arabien und Kuweit in der letzten Woche. Beide Produzenten hatten die Preise für Oktoberlieferungen gekürzt.

Wichtige Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:

Montag, 14.09.2015

  • Monatsbericht der OPEC

Dienstag, 15.09.2015

  • USA Einzelhandelsumsätze    
  • US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API)

Mittwoch, 16.09.2015

  • Verbraucherpreisindex USA
  • Verbraucherpreisindex Eurozone
  • US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE)

Donnerstag, 17.09.2015

  • Fed Zinssatzentscheidung

Freitag, 18.09.2015

  • Baker Hughes Wochenreport (Anzahl aktive US-Bohranlagen)

*Termine ohne Gewähr

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs bewegt sich weiterhin oberhalb der 1,13 US-Dollarmarke. Zum Ende der letzten Woche hatten vergleichsweise schwache Daten zum Konsumklima in den USA den Dollar belastet. Laut Finanzmarkt-Experten verstärken die Daten Zweifel, dass die US-Notenbank Fed an diesem Donnerstag den Leitzins anhebt.

Die für den Donnerstagabend anstehende Entscheidung zur künftigen Geldpolitik der USA wird mit Spannung erwartet. Sollte die Fed den Leitzins anheben, wird der US Dollar für Investoren attraktiver. Dies würde den Dollarkurs stärken und den Euro entsprechend belasten.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3000 Liter Standard-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt 56,43 Euro pro 100 Liter. Heizöl ist damit im Vergleich zur Vorwoche über einen Euro günstiger. Sollte sich der Euro gegenüber dem Dollar stabil zeigen, könnten die Heizölpreise im Verlauf der Woche noch etwas nachgeben. Durch die aktuelle Überversorgung am Ölmarkt, rechnen wir nicht mit steigenden Ölpreisen.

Unser Tipp: Nutzen Sie unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung und lassen Sie sich über die aktuellen Heizölpreise informieren. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstig bestellen. Die Auf- und Abwärtsentwicklungen der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigen, dass sich innerhalb einer Woche ein erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf bieten kann.

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