Ölpreise nach DOE-Daten deutlich fester

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Gestern standen die offiziellen Zahlen zu den US-Ölbestandsveränderungen und der IEA Monatsreport im Fokus der Marktteilnehmer. Der veröffentlichte Bericht des DOE löste einen weiteren, starken Ölpreisanstieg aus. Auch der steigende Euro konnte den Preisanstieg bei den Heizölpreisen nicht ausgleichen.

Gestern gab die internationale Energieagentur IEA ihren Monatsreport bekannt. In Summe hatten die Zahlen aber keinen preisstützenden Einfluss. Zwar wurde die Erwartung der globalen Nachfrage nach oben korrigiert, jedoch geht die IEA auch von einer steigenden Ölproduktion und damit einer weiter bestehenden komfortablen Versorgungslage aus.

Auch heute führen die Ölpreise ihren Aufwärtstrend fort. Gestern löste der veröffentlichte Wochenreport des DOE zu den US-Ölbestandsveränderungen weitere Preiszuschläge aus.

Aus den Daten ging hervor, dass die Bestandsaufbauten beim Rohöl bei einer höheren Raffinerieverarbeitung weniger stark gestiegen sind als zuvor vom API angenommen. Dagegen haben die Heizöl- und Dieselbestände stärker zugenommen als zuvor erwartet. Die Benzinbestände sind jedoch deutlich gesunken. Die Ölförderung ist im Vergleich zur Vorwoche ebenfalls gesunken, was den Preisanstieg weiter vorantrieb.

Unterdessen soll Russland das Gespräch mit anderen Ölproduzenten und OPEC-Mitgliedsstaaten gesucht haben. Vom russischen Energieministerium heißt es jedoch, dass das Thema der Gespräche nicht mögliche Kürzungen der Ölproduktion ist.

Der Euro erhielt nach den gestrigen Aussagen des EZB-Chefs wieder Auftrieb. Draghi soll der konjunkturellen Entwicklung im Euroraum zuversichtlich entgegenblicken. Mit den enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA geriet der Dollar dagegen unter Druck.

Trotz des festeren Euros sind die aktuellen Heizölpreise hierzulande deutlich gestiegen. Ursache waren hierfür die starken Aufschläge bei den Ölpreisen.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise