Heizölpreis steigt um etwa einen Euro

17. September 2015,

Heizoelpreis gestiegen 17-09-2015

Aufgrund sinkender Rohölbestände in den USA nimmt nun auch der Heizölpreis zu. Dem gegenüber stehen ansteigende Produktvorräte, welche den Preis wieder drücken könnten. Dazu kommt die anstehende Entscheidung der Fed, die einen weiteren Einfluss für die Entwicklung Eurokurses und auch des Ölpreises darstellt.

Ölpreisentwicklung

Am heutigen Morgen liegt der Preis für die europäischen Ölsorte Brent bei 49,82 US-Dollar je Barrel und ist damit um ca. 1,50 Dollar gestiegen. ICE Gasoil verzeichnet ebenfalls eine Zunahme und wird bei 475,75 US Dollar pro Tonne notiert. Es liegt also ein Preisunterschied von ca. 13 Dollar vor.

Der aktuelle Ölpreis wird durch den US-Markt bestimmt. Dies lässt sich anhand des gestern Nachmittag veröffentlichten Berichts der DOE (Energieministerium der Vereinigten Staaten) zu den aktuellen Ölbestandsdaten erkennen. Die Ölfördermenge sei zurück gegangen. Unter anderem dadurch kam es zu einem Rückgang der Rohölbestände in den USA. Dem gegenüber stehe allerdings ein massiver Aufbau an Produkten.

Überraschend sei eine gesteigerte Raffinerieauslastung. Für gewöhnlich wird zu diesem Zeitpunkt des Jahres die Auslastung zurück gefahren, um die nachlassende Nachfrage an Benzin zum Umstellen auf Winterware und für Wartungen zu nutzen. Anders als erwartet, sei die Auslastung nun angestiegen.

Es könnte also sein, dass sich das aktuelle Überangebot an Rohöl nun in ein Überangebot an Produkten wandle. Denn trotz rückläufiger Zahlen der Rohölbestände, haben die Gesamtvorräte (Rohöl+Produkte) zugenommen und ein neues Rekordniveau erreicht. Ein Überangebot an Produkten würde den Preis wieder drücken.

Momentan überwiegt aber eher die preistreibende Wirkung durch den Bestandsrückgang an Rohöl. Weitere bestimmende Preisrichtungs-Faktoren bleiben der Verdrängungskampf der OPEC, das kommende iranische Öl und die heute Abend anstehende Zins-Entscheidung der Fed.

Entwicklung Eurokurs

Der Donnerstag startet mit einem Eurokurs von 1,1301 US-Dollar und ist damit im Vergleich zu gestern gestiegen.

Grund dafür könnte die unverändert schwache Inflation der USA sein, die gestern seitens der US-Regierung bekannt gegeben worden war. Diese stellt die Zinsanhebung, über welche heute Abend bei der Fed entschieden wird, in Frage. Eine Fortsetzung des Nullzins würde den Dollar belasten. Damit gewänne der Euro wieder an Stärke.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3000 Liter Standard-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt 56,32 Euro pro 100 Liter. Heizöl ist damit im Vergleich zum Vortag etwa 1 Cent pro Liter teurer.

Das Rhein-Niedrigwasser sorgt weiterhin für erhöhte Frachten der Schiffsversorgung. Es kann also entlang der Rheinschiene zur Bestandsknappheit in einigen Lagern kommen. Dadurch können regional Preisunterschiede entstehen.

Unser Tipp: Nutzen Sie unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung und lassen Sie sich über die aktuellen Heizölpreise informieren. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstig bestellen. Die Auf- und Abwärtsentwicklungen der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigen, dass sich innerhalb einer Woche ein erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf bieten kann.