Heizölpreise ohne Bewegung

Heizoelpreis gleich 19052015

Die Heizölpreise bewegen sich weiterhin kaum. Zwar gaben die Ölpreise gestern leicht nach, aber auch der Euro verbuchte Verluste. Der Liter Heizöl kostet im Schnitt rund 67 Cent.

Ölpreisentwicklung

Die Ölpreisentwicklung der letzten Tage hat sich auch gestern fortgesetzt. Sowohl die europäische Ölpreis-Index Brent als auch die Notierung für ICE Gasoil gaben geringfügig nach.

Heute Morgen zeichnen sich jedoch deutlichere Verluste ab. Aktuell liegt Brent bei 65,50 US-Dollar pro Barrel und ICE Gasoil bei 602 US-Dollar pro Tonne. Ursächlich hierfür könnte der Einbruch des Euro bzw. der feste US-Dollar sein. Gewinne beim Dollar verteuern das in Dollar gehandelte Öl für Investoren außerhalb der USA.

Für die meisten Analysten gibt es weiterhin kaum Gründe dafür, dass sich die Preisrally aus dem April fortsetzen sollte. Einzig eine Ausweitung der Spannungen im Nahen Osten könnte die im Ölpreis enthaltene Risikoprämie wieder steigen lassen.

Der Iran will am Mittwoch mit einem Handelsschiff im Jemen anlegen, um die Bevölkerung mit Hilfsgütern zu versorgen. Saudi-Arabien vermutet jedoch, dass es sich um Waffenlieferungen handeln könnte und drohte damit, den Transport aufzuhalten. Für diesen Fall kündigte der Iran wiederum Konsequenzen an.

Dagegen soll Saudi-Arabien seine Ölexporte in den letzten Monaten enorm gesteigert haben. Im März sollen die Exporte auf dem höchsten Stand seit November 2005 gestiegen sein. Die OPEC scheint also weit entfernt von Produktionskürzungen zu sein.
Auch in Amerika hat man sich mit dem derzeitigen Niveau der Ölpreise arrangiert, die US-Ölförderung hat bisher kaum abgenommen. Durch Effizienzsteigerungen sinken die Förderkosten, sodass die Schieferölförderung daher vermutlich weiter auf hohem Niveau bleiben wird.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs hat gestern bereits Verluste verbuchen müssen und ist heute Morgen regelrecht eingebrochen. Aktuell bekommt man für einen Euro weniger als 1,12 US-Dollar, das sind 2 Cent weniger als gestern.

Die Europäische Zentralbank hatte angekündigt, einen Teil der für Juli und August geplanten Anleihen-Käufe auf Mai und Juni vorzuziehen. Daraufhin verlor der Euro binnen weniger Minuten mehr als ein Cent.

Heizölpreisentwicklung

Die Heizölpreisentwicklung geht momentan sehr langsam nach unten. Der aktuelle Heizölpreis liegt im bundesweiten Durchschnitt für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung etwas unter 67 Euro pro 100 Liter.

Wir rechnen nicht damit, dass es im Tagesverlauf zu deutlichen Preisnachlässen kommen wird. Zwar sinken die Ölpreise, aber auch der Eurokurs verbuchte kräftige Verluste. Das sollte sich ungefähr ausgleichen.

Am Mittwoch werden die aktuellen Daten zu den US-Ölbeständen und die Entwicklung im Jemen einen Einfluss auf die Ölpreise und damit auch auf die heimische Heizölpreisentwicklung haben können.

Unser Tipp: Nutzen Sie unsere Services für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung. Gerade wenn sich der Tankinhalt dem Ende zuneigt, können Sie so auch von kurzfristigen Preisnachlässen profitieren. Das Auf- und Ab der Ölpreise in den vergangenen Wochen zeigt, dass sich auch innerhalb einer Woche erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf ergeben kann.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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